Gemeinderat
GR-Liveübertragung soll zu einer fixen Einrichtung werden

Bürgermeister Georg Willi zieht Bilanz über die Liveübertragungen der Gemeinderatssitzungen.
  • Bürgermeister Georg Willi zieht Bilanz über die Liveübertragungen der Gemeinderatssitzungen.
  • Foto: M. Wolchowe
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Der Innsbrucker Gemeinderat mit seinen 40 Mitglieder ist das höchste politische Gremium in der Stadt. Seit der Sitzung vom 30. April 2020 werden die Sitzungen per Livestream übertragen. Die Stadtblatt-Redaktion hat bei Bürgermeister Georg Willi zur Bilanz, Zukunft und Fehlerverhalten bei den Sitzungen nachgefragt.

Stadtblatt: Sehr geehrter Herr Bürgermeister, seit Corona werden die Gemeinderatssitzungen live übertragen. Wie fällt Ihre Bilanz aus?
Georg Willi: Sehr gut, die Zahlen liegen aus meiner Sicht über den Erwartungen. Es wurden insgesamt 792 GB übertragen in der letzten Sitzung, die 9:50h gedauert hat. Gleichzeitig haben bis zu 200 Menschen zugesehen und etwa 6.000 haben das Angebot beim letzten mal insgesamt angenommen. Ich bedanke mich bei den Mitarbeiter*innen, die das möglich gemacht haben und zum Beispiel 750 Meter Kabel im Plenarsaal verlegt haben.

Gibt es Überlegungen diese Liveübertragungen zu einer fixen Einrichtung zu machen?
Ja, die gibt es. Die Vorbereitungen für das restliche Jahr 2020 sind beim Laufen und es ist geplant es im Budget für 2021 vorzusehen. Es ist eine Finanzierungsfrage, weil das Budget 2021 extrem angespannt sein wird. Wir sind hier im Spannungsfeld zwischen „Öffentlichkeit der Gemeinderatssitzungen“, die gewährleistet sein muss, und dem Spardruck, dem wir unterliegen.

Die Liveübertragungen bieten auch einen Blick auf das Niveau während der Sitzung, sind sie über die Außendarstellung manchmal enttäuscht?
Ja, manchmal sogar sehr. Aber ich finde es gut, dass sich alle unvoreingenommen ein Bild machen können.

Auf Bundes- und Landesebene gibt es Präsidenten, die bei Bedarf entsprechende Verweise und Ordnungsrufe erteilen, ein Konzept, dass auch für die Stadt Innsbruck realisierbar wäre?
Verweise und Ordnungsrufe kann ich auch machen und wende dies auch an. Auf der anderen Seite frage ich mich manchmal, wieso manche Mitglieder des Gemeinderates einen „Aufpasser“ brauchen, der darauf achten muss, dass sie Manieren haben. Von gewählten Mandatar*innen erwarte ich mir, dass er oder sie sachlich diskutieren kann, ohne verbal ausfällig werden zu müssen.

Zu den Beginnzeiten der Sitzungen, wird der Gemeinderat künftig bereits am Vormittag beginnen?
Endgültig entschieden ist das noch nicht. Aber ich tendiere zu einem Beginn am Vormittag, damit wir nicht bis nach Mitternacht diskutieren müssen.

Wir danken für das Gespräch.
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