Neue Wege bei Jugendbetreuung

(vk). Fünf Jugendzentren werden von der Stadt bzw. dem Verein Jugendhilfe betreut. Mit der bisherigen Führungsweise der Einrichtungen sind Mesut Onay und Kathrin Heis von den Grünen aber nicht zufrieden. "Wir wollen die Organisationsstruktur des Vereins neu evaluieren, bezahlte Vorbereitungszeiten einführen, die mobile Jugendarbeit ausbauen und mehr konsumfreie Freizeiträume schaffen", zählt GR Mesut Onay auf.

"Verein hat nur diktiert"
Vor allem ein Neuorganisieren des Vereins sei dringend notwendig. "Bisher wurde alles von der Vereinsführung diktiert, die JugendbetreuerInnen hatten so gut wie keine Handlungsfreiheit. Gute Projekte wurden verhindert und die Motivation geschwächt", weiß Onay, der selbst seit Jahren in Jugendzentren arbeitet. Um die Motivation wieder zu steigern, sollen sich BetreuerInnen künftig mehr einbringen können, dazu soll auch die bezahlte Vorbereitungszeit dienen. "Jetzt beginnt der Arbeitstag der BetreuerInnen mit dem Aufsperren des Jugendzentrums. Dadurch bleibt keine Zeit, sich neue Projekte zu überlegen", weiß Onay. Mit der Vorbereitungszeit soll sich das ändern.

Jugendliche einbinden
Auch ein zentraler Punkt für die Grünen ist die Beteiligung der Jugendlichen selbst. "Junge Leute sollen mitbestimmen, was bei Themen passiert, die sie betreffen. Damit steuert man auch der Politikverdrossenheit entgegen." Erste Versuche ein solches Beteiligungsmodell zu starten, hat es bereits im O-Dorf gegeben. Dort sollen sich AnrainerInnen, Jugendliche und BetreuerInnen zusammen überlegen, wie Konflikte rund um das Jugendzentrum gelöst werden können. Wie genau das Beteiligungsmodell im O-Dorf aussehen wird, ist noch nicht klar. "Das muss erst mit den Beteiligten eruiert werden", sagt Onay.

Mehr mobile Jugendarbeit
Ein weiterer ausbaufähiger Punkt sei die mobile Jugendarbeit. In Innsbruck gibt es aktuell vier Streetworker, die Grünen wünschen sich künftig insgesamt sechs mobile JugendbetreuerInnen, "die generell den Kontakt zu Jugendlichen suchen und sich nicht nur mit besonders schwierigen Fällen beschäftigen", so Heis.

Konsumfreie Begegnungen
Für Heis sind auch konsumfreie Orte, wo Jugendliche anderen Bevölkerungsschichten begegnen können, wichtig. "Ein langfristiges Ziel ist der Ausbau von Stadtteilzentren, wo sich die Gemeinwesen- und Sozialarbeit abspielen und konsumfreie Räume zur Verfügung gestellt werden", wünscht sich Heis.

Dass für die Neuerungen mehr Budget vonnöten ist, sei den Grünen klar. "Im Arbeitsübereinkommen wurden diese Punkte erfasst und wir werden hart daran arbeiten, sie umzusetzen", versprechen Mesut Onay und Kathrin Heis.

Autor:

Verena Kretzschmar aus Innsbruck

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