TIWAG startet in Niederösterreich
Windkraft-Projektbeteiligung in Tirol nicht ausgeschlossen
- Mit der Bewirtschaftung von insgesamt vier Windparks in Niederösterreich erweitert der Tiroler Landesenergieversorger sein Produktionsportfolio.
- Foto: TIWAG/Berger
- hochgeladen von Georg Herrmann
Das Thema Windkraftenergie ist bei der Tiroler Wasserkraft AG (TIWAG) angekommen. Die Bewirtschaftung von insgesamt vier Windparks in Niederösterreich erweitert das Produktionsportfolio. Eine künftige Beteiligung bei Projekten in Tirol wird von der TIWAG nicht ausgeschlossen.
INNSBRUCK. Mit der Beteiligungen an Windparks in Niederösterreich setzt TIWAG erstmals auf Windenergie. Vorstandsdirektor Michael Kraxner hat eine Vereinbarung mit der Windkraft Simonsfeld AG umgesetzt. Das Unternehmen betreibt 94 Windkraftanlagen in Österreich mit einer Jahresproduktion von 653 Millionen Kilowattstunden und zählt zu den größten Windstromproduzenten des Landes. Von den vier vereinbarten Windparks hat TIWAG zunächst drei Anlagen mit insgesamt elf Windrädern in den Gemeinden Poysdorf, Wilfersdorf und Hauskirchen übernommen. Bis Jänner 2027 folgt der vierte Windpark. Insgesamt werden dann 17 Windräder bewirtschaftet.
„Die Wasserkraft ist das zentrale Standbein der Energieproduktion in Tirol. Es ist sinnvoll und wichtig, den Ausbau der Wasserkraft – insbesondere mit Speicherkapazitäten – voranzutreiben und das Portfolio mit winterlastigen Erzeugungsprofilen wie der Windkraft zu erweitern“, erklärt Kraxner. Tirol sei aufgrund seiner geografischen Voraussetzungen besonders für Wasserkraft geeignet. Gleichzeitig sei es sinnvoll, bei Windenergie auf Partner mit Erfahrung zu setzen.
- TIWAG-Vorstandsdirektor Michael Kraxner hat ein Engagement mit vier Windparks in Niederösterreich besiegelt. Damit fließt künftig auch Windstrom in die Tiroler Steckdosen.
- Foto: TIWAG
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Auch Markus Winter, Technikvorstand der Windkraft Simonsfeld AG, betont die Vorteile: „Wind und Wasserkraft sind starke Partner der Energiewende, da sich die Saisonalität der Erzeugung ideal ergänzt und flexible Speicherkraftwerke gut geeignet sind, Schwankungen in der Winderzeugung auszugleichen.“
Die übernommenen Windkraftanlagen verfügen über eine Gesamtleistung von 48 Megawatt und eine geplante Jahresproduktion von 120 Gigawattstunden. Damit können rund 34.000 Haushalte versorgt werden. Der erzeugte Strom wird in das Portfolio der TIWAG integriert und steht künftig auch Tiroler Kundinnen und Kunden zur Verfügung.
Für TIWAG bedeutet dieser Schritt eine strategische Erweiterung. „Gerade in Zeiten wie diesen müssen wir die eigenen Ressourcen noch stärker nutzen und ausbauen. Dazu gehört neben dem massiven Ausbau der Wasserkraft und der Integration von Photovoltaikanlagen auch die Windkraft“, so Kraxner. Die Diversifizierung soll dazu beitragen, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und stabile Strompreise zu gewährleisten. Gleichzeitig könnten die gewonnenen Erfahrungen künftig auch in mögliche Windkraftprojekte in Tirol einfließen.
- TIWAG-Vorstandsdirektor Michael Kraxner hat ein Engagement mit vier Windparks in Niederösterreich besiegelt. Damit fließt künftig auch Windstrom in die Tiroler Steckdosen.
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FPÖ begrüßt Pläne
Als interessantes Projekt bezeichnet der LA Markus Abwerzger die Pläne der Tiwag, die Bewirtschaftung von niederösterreichischen Windparks ins Produktportfolio aufzunehmen. „Wir haben immer gesagt, die Nutzung der Windenergie macht dort Sinn, wo die landschaftlichen und ökologischen Gegebenheiten vorhanden sind“, erörtert Mag. Abwerzger in einer Aussendung. Zugleich verweist der Tiroler Landesparteiobmann darauf, dass „im gesamten Bundesland Tirol die Rentabilität der Nutzung der Windenergie eben nicht gegeben ist, vor allem aus Gründen der sensiblen alpinen Fauna und des Landschaftsbildes.“
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