11.06.2018, 09:41 Uhr

Bischof Glettler weiht Innsbrucker und Salzburger zu Priestern

Diakon Fritz Kerschbaumer wird am 17. Juni im Innsbrucker Dom zum Priester geweiht (Foto: Vanessa Rachlé/Diözese Innsbruck)

Der Weihetag am Sonntag, 17. Juni 2018 ist zugleich „Tag der Berufung“

Die Priesterweihe in der Diözese Innsbruck findet heuer am Sonntag, 17. Juni 2018 um 15.00 Uhr im Dom St. Jakob statt. Weihekandidat für die Diözese Innsbruck ist Mag. Fritz Kerschbaumer, derzeit Diakon im Seelsorgeraum Jenbach-Münster-Wiesing. Gemeinsam mit ihm wird der Franziskaner DDr. Dominikus Kraschl ofm von Bischof Hermann Glettler geweiht.

Weihetag als „Tag der Berufung“

Geistliche Berufungen stehen kommenden Sonntag ganz im Zentrum des Weihetages. Bereits ab dem Morgen veranstaltet die Diözese den „Tag der Berufung“ mit Bischof Hermann Glettler. Ab 9 Uhr gibt es im Priesterseminar Impulse durch Bischof Hermann, Möglichkeit zum Austausch, und Zeit für Gebet und Stille. Nach dem Mittagessen feiern alle gemeinsam im Dom die Priesterweihe mit.

Bischof Hermann Glettler: „Der Tag ist eine Einladung an Menschen, die sich die Frage nach ihrer Berufung stellen. Wir möchten ihnen dabei auch die überraschende Aufforderung Jesu zumuten: Komm, folge mir nach! Dahinter steht die Überzeugung, dass es auch heute spezielle Berufungen gibt – wahrscheinlich mehr als man vermutet.“
Der Bischof lädt ein: „Bitte, gebt diese Einladung an Fragende, Suchende und auch Vollbeschäftigte weiter. Berufung ist immer eine Überraschung!“
Anmeldung unter priesterseminar@dibk.at

Gebetsabend vor der Priesterweihe

Die Diözese Innsbruck lädt außerdem zum Gebetsabend vor der Priesterweihe am Freitag, 15.06.2018 in der Kirche des Priesterseminars, Innsbruck, Riedgasse 9.
Der Abend beginnt um 19 Uhr mit einer Messfeier, anschließend besteht die Möglichkeit der Anbetung bis 24 Uhr mit Gebet um geistliche Berufungen und für die Weihekandidaten.

Zwölf Seminaristen aus drei Diözesen

Derzeit sind zwölf Seminaristen im Haus aus drei Diözesen (Innsbruck, Feldkirch und Linz), davon drei für Innsbruck. Wenn keine „Quereinsteiger“ in den kommenden Jahren in das Priesterseminar eintreten ­- also Männer, die im Theologiestudium stehen oder es bereits absolviert haben - ist die nächste Priesterweihe für die Diözese Innsbruck frühestens in fünf Jahren zu erwarten.

Selbstportrait Fritz Kerschbaumer

„Ich, Fritz Kerschbaumer, wurde am 16. Mai 1984 in Innsbruck geboren und bin dort als einziges Kind meiner Eltern aufgewachsen. Nach der Matura am BORG Innsbruck studierte ich in Innsbruck an der dortigen Theologischen Fakultät und in Pune in Indien zunächst Lehramt Religion und Geschichte und dann Fachtheologie.
Schon am Beginn des Studiums kam ich in Kontakt mit der Katholischen Hochschuljugend Innsbruck und mit der Universitätspfarre. Während beinahe des ganzen Studiums habe ich dort als pastoraler Mitarbeiter mitgearbeitet. Nach Abschluss des Diplomstudiums habe ich mit dem Doktoratsstudium begonnen. Seit jeher begleitet mich der Wunsch Priester zu werden. Nachdem mein lange gereifter und gefasster Entschluss diesen Weg zu gehen immer drängender geworden ist, bin ich 2014 in das Priesterseminar eingetreten.

Ein Jahr durfte ich dann im Propädeutikum, einem Einführungsjahr für Priesterkandidaten in Horn verbringen. Dann verbrachte ich eine Zeit in der Gemeinschaft des Innsbrucker Priesterseminars und widmete mich dem Doktorat und der weiteren pastoralen Ausbildung. Im Arbeitsjahr 2016/ 2017 absolvierte ich den Universitätslehrgang Pastoraljahr und durfte im Seelsorgeraum Jenbach- Wiesing- Münster mitarbeiten und dort mit dem Praktikumsbegleiter Pfarrer Wolfgang Meixner gemeinsam leben.
Seit November 2017 darf ich in den dortigen Pfarren als Diakon wirken. Meine Hobbies sind Theologie, Lesen, Nachdenken über Gott und die Welt, Kino, Wandern, Reisen und die Begegnung mit Menschen. Zusätzlich helfe ich auch in der Krankenseelsorge im Krankenhaus Schwaz und im Caritas-Zentrum in Uderns mit.“

Seine Primiz feiert Kerschbaumer am Sonntag, 24. Juni 2018 in Jenbach. Ab September wird Kerschbaumer Kooperator im Seelsorgeraum Reutte.

Selbstprotrait P. Dominikus Kraschl

„Mein Name ist Pater Dominikus Kraschl. Ich bin 34 Jahre alt und derzeit im Franziskanerkloster Innsbruck stationiert. Ich bin das zweite von fünf Kindern und bin in Bergheim bei Salzburg geboren. Nach der Schule – ich habe dann ein neusprachliches Gymnasium besucht – habe ich begonnen Theologie zu studieren und im Zuge dessen die Franziskaner kennengelernt und mit 19 Jahren dort eingetreten. Als Jugendlicher hat mich die Frage tief bewegt ‚Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?’ Diese Frage hat mich zutiefst aufgewühlt. Ich habe begonnen nach plausiblen Antworten zu suchen und bin zur Überzeugung gekommen, dass ich die Studien Theologie und Philosophie verbinden soll.

Ich habe bei den Franziskanern das Postulat und das Noviziat in Tirol absolviert und bin dann wieder zurück nach Salzburg, um dort zu studieren. In Salzburg habe ich dann das Theologie-, Philosophie- und Religionspädagogikstudium gemacht und im Anschluss eine theologische Dissertation. Nach acht Jahren in Salzburg bin ich nach Innsbruck versetzt worden, wo ich begonnen habe, als Religionslehrer am Franziskanergymnasium Hall zu arbeiten. Nebenbei habe ich eine philosophische Dissertation gemacht, und seit gut einem Jahr arbeite ich an einem Habilitationsprojekt im Bereich Religionsphilosophie / Fundamentaltheologie.

Für die Zukunft wünsche ich mir vor allem, dass ich weiterhin meinen Platz im Orden finde und vielleicht einen Platz in der akademischen Wissenschaft, eben im Bereich der Philosophie oder Fundamentaltheologie.“
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