25.10.2017, 11:23 Uhr

Bäuerliche Ensembles: Baukultur wird mehr geschützt

Die Ögghöfe in Kaunertal - ein Beispiel für gelungenen Ensembleschutz in Tirol. (Foto: Land Tirol)

Die Landesinitiative "Ensembleschutz - Baukultur - Kulturlandschaft" hat ein neues Vorzeigeprojekt: die Ögghöfe. Dieses Gebäudeensemble in einmaliger Lage prägt, wie so viele andere Gebäude in Tirol das Erscheinungsbild der Landschaft und die Baukultur. Die Erhaltung solcher Siedlungsstrukturen soll anhand von Leitlinien sowie der Festlegung kleinräumiger Schutzzonen gefördert werden.

TIROL. Bei der Pressekonferenz in der Gemeinde Kaunertal präsentierte LR Johannes Tratter gemeinsam mit Nikolaus Juen, Vorstand Abteilung Bodenordnung, Landeskonservator Walter Hauser und Karl Wiesauer vom Tiroler Kunstkataster das Pilot-Projekt der Ögghöfe. 
Für den Erhalt der Höfe wurde ein Verein gegründet, "Kulturdenkmal Ögghöfe". Das Haus Praxmarer - Egg 221 konnte sogar schon vorbildlich instand gesetzt werden. 

Der Schutz von Gebäuden wie den Ögghöfen soll durch eine fachliche Vernetzung und eine abteilungsübergreifende Kooperation voran getrieben werden. Schritt eins wäre die Erfassung und Klassifizierung der Gebäude, als nächstes wird festgelegt welche Schritte zur Revitalisierung notwendig sind. Abschließend werden die Fördermittel gemeinsam diskutiert. Ganz am Ende wird ein "Schutzzonenmodell" stehen, das für den Bestand der baukulturell und historisch wertvollen Gebäude garantieren soll. 

Insgesamt kann es sich in Tirol um mehr als 7.300 Objekte bäuerlicher Architektur handeln, die von von kunsthistorischer Bedeutung sind, so der Tiroler Kunstkataster. 

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