22.03.2016, 08:58 Uhr

Das subjektive Sicherheitsgefühl kennt keine Statistik

Martin Kirchler, Helmut Tomac und Walter Pupp (Leiter des Landeskriminalamtes) präsentierten die Kriminalstatistik.

Die Kriminalstatistik 2015 zeigt: Um 40 % mehr Wohnungseinbrüche sind in Tirol verzeichnet worden.

INNSBRUCK. Kürzlich stellte die Tiroler Polizei ihre Kriminalstatistik für das vergangene Jahr vor. Dabei sticht sich vor allem eine Zahl heraus: Die Wohnungseinbrüche sind von 198 auf 279 gestiegen und auch Autos wurden um 28 % öfter aufgebrochen als wie noch im alten Jahr. "Die Statistik der Wohnungseinbrüche ist für uns ein großer Wermutstropfen", erklärt Helmut Tomac, Landespolizeidirektor. Im Großen und Ganzen sind die Diebstähle zurückgegangen. So bei Firmen, Geschäften oder Gewerbe- und Industriestätten. Auch die Sachbeschädigungen sind rückläufig: Es wurden 13 Prozent weniger Delikte angezeigt. Interessant ist auch die Tatsache, dass etwas mehr als 40 Prozent der Tatverdächtigen Ausländer sind. Die größte Gruppe davon: die Deutschen. Sie werden in der Liste von türkischen Staatsbürgern gefolgt, danach kommen die Marokkaner, Rumänen und Algerier. Knapp ein Drittel der Täter sind Touristen.


Die meisten Straftaten in IBK

Die Statistik zeigt, dass in Innsbruck 1/3 aller angezeigten Straftaten begangen worden sind. In der Stadt stieg die Gesamtzahl der Anzeigen um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Stolz ist man bei der Polizei aber trotzdem. So beispielsweise auf die Aufklärungsquote: Diese stieg um 4 Prozent auf 50,6 Prozent. Somit reiht sich Innsbruck hinter Bregenz zu den erfolgreichsten Landeshauptstädten.
In Innsbruck nahmen die Einbrüche in Wohnungen um 70 Prozent zu: "Die Wohnungseinbrüche sind für das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung sehr unerfreulich", meint der Innsbrucker Stadtpolizeikommandant Martin Kirchler. Auch die sog. "Nordafrikaner-Szene" – jene, die mit Suchtgift handelt – beschäftigt die Innsbrucker Polizei auch weiterhin: 2015 wurden über 300 Suchtgiftbunker ausgehoben.
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