26.11.2017, 18:39 Uhr

Gut leben mit Rheuma!

Johann Gruber mit Dieter zur Nedden

Mini-Med: Wenn die Gelenke schermzen...

(eg.) Diese Woche begrüßte Moderator Univ.-Prof. Dr. Dieter zur Nedden den Referenten Univ.-Doz. Dr. Johann Gruber, welcher das Thema " Wenn die Gelenke schmerzen - Alles rund um Rheuma" vorstellt. Neben einer Einführung ("zum Thema") und Behandlungsmöglichkeiten wird auch die Erkrankung Chikungunya (eine Virusinfektion mit ähnlichen Schermzen) präsentiert. Es wird vor allem Bezug genommen auf die chronische Polyarthritis, welche als häufigste entzündliche rheumatische Erkrankung gilt. Der Grund dafür ist bis dato ungewiss, jedoch kann es auf genetische Einflüsse, Zusammenwirkung von Hormonen und Umweltfaktoren zurückgeführt werden. Die Krankheit tritt vermehrt im Alter zwischen 45. und 60. Jahren, sowie bei Frauen auf. Als Symptome gelten Gelenksschmerzen, welche zu Knochendeformation vor allem bei den Händen führen kann. Daher ist es umso wichtiger sofort bei ersten Gelenkschmerzen einen Spezialisten aufzusuchen, um eine Zerstörung der Gelenke zu verhindern. Als beste Behandlungsmöglichkeit neben einer frühen medikamentösen Therapie gilt Sport (gute antientzündliche Therapie gegen Rheuma), sowie ein möglichst rauchfreies Leben.


Zum Thema:
Der Begriff Rheuma stammt aus dem griechischen und bedeutet Fluß. Wichtig zu wissen ist, dass wir mit Rheuma keine Diagnose bzw. einheitliches Krankheitsbild beschreiben, da 400 verschiedene Formen existieren, welche meist mit verschiedenen Behandlungen, Symptomen und Ursachen einhergehen. Vor allem kann man rheumatische Erkrankungen in entzündliche und nicht entzündliche Erkrankungen einkategorisieren. Bei Rheuma wird meist der Schmerz als fließend beschrieben, so auch der Grund für die Namensgebung. Neben diesen Schmerzen tritt auch allgemeine Schwäche, Müdigkeit, Gewichtsabnahme und Fieber auf. Bei der chronischen Polyarthritis handelt es sich um die Zerstörung von Gelenken aufgrund der Bildung von Antikörpern durch das Immunsystem. Es entsteht eine sogenannte Dysbalance zwischen (pro)entzündlichen und (anti)entzündlichen Botenstoffen. Diese Balance wird vor allem in einer medikamentösen Therapie wiederhergestellt. Die meisten dieser Medikamente werden entweder unter die Haut gespritzt oder als Infusion verabreicht. Seit kurzem kann diese Therapie auch durch die praktische Einnahme von Tabletten erfolgen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.