28.09.2016, 10:56 Uhr

Kaum Interesse an Info-Tagen der Regierung

Etwa 30 Personen umfasste die Delegation der Stadt. Laut Opposition war die Zahl der interessierten Bürger kaum höher. (Foto: IKM)

Opposition ergießt nach Beginn der Stadtteiltage ihre Häme in Kübeln über die Stadtführung.

Mit genauen Zahlen hält sich die Stadt zurück. Rund 100 Bürger sollen es gewesen sein. Dass der Andrang zum ersten "Stadtteiltag" in Amras überschaubar war, stellen also nicht einmal die Mitglieder der Regierung in Abrede. Fast 30 Personen umfasste die Delegation der Stadt, bestehend aus Politikern und Beamten. Aus Sicht der Plattform Bürgerinitiativen war die Veranstaltung also ein kompletter Reinfall. "Ein Infoschalter-System hat mit Bürgerbeteiligung nichts zu tun. Die Menschen spüren, wenn man nicht ehrlich mit ihnen kommunizieren will und bleiben dann lieber zuhause. In Wahrheit sind diese Stadtteiltage nichts anderes als eine nette Show-Veranstaltung", ist Anita Stangl, Sprecherin der Plattform Bürgerinitiativen, überzeugt. Zugleich sieht Stangl darin auch eine Chance für die Plattform Bürgerinitiativen: "Wir versuchen, den Menschen fair und auf Augenhöhe zu begegnen und sie mit ihren Anliegen und Problemen abzuholen. Der Regierung gelingt das nicht mehr."

"Erfolgreiche Stammtische"

Auch FPÖ-Chef Rudi Federspiel beurteilt den Stadtteiltage-Auftakt als "peinlich und katastrophal". "Bürgerbeteiligung heißt, dass man mit den Leuten spricht, bevor man etwas entscheidet – nicht, dass man die Menschen über vollendete Tatsachen informiert", betont Federspiel. Er sieht das mangelnde Interesse an der Infoveranstaltung als Ausdruck eines tiefen Misstrauens der Bürger gegenüber dieser Stadtregierung. "Meine politischen Stammtische waren durch die Bank besser besucht. Vielleicht sollte sich Oppitz-Plörer ein paar Tipps von mir holen", ätzt Federspiel. Er betont auch, dass seine "Sicherheitsveranstaltung" von vergangenem Freitag 80 Besucher hatte.

"Positive Rückmeldungen"

Die Rückmeldungen auf das Format der "Stadtteiltage" seien durchwegs positiv, betont man von Seiten der Stadt. "Einige BürgerInnen kamen mit individuellen Anliegen. Aufgrund der Tatsache, dass wir nahezu aus jedem Bereich eine Expertin bzw. einen Experten vor Ort hatten, konnte ein Großteil sofort geklärt werden“, erläuterte Bgm. Christine Oppitz-Plörer. Am Montag, 03. Oktober, findet im Seehof auf der Hungerburg der nächste "Stadtteiltag" statt – ebenfalls mit etlichen Experten.
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