26.11.2016, 15:43 Uhr

Immobilien: "Viele haben unrealistische Preisvorstellungen"

Christian Frisch (Landesdirektor s Bausparkasse), Josef Schmidinger (Generaldirektor s Bausparkasse Österreich), Hans Unterdorfe (Vorstandsvorsitzender der Tiroler Sparkasse)

Der Trend zum Eigenheim hält ungebrochen an. Doch die Immobilienpreise werden zunehmend zum Problem.

In Tirol wohnen zwei Drittel der Bevölkerung in Eigentum – deutlich mehr als im Österreichschnitt. Doch die Tiroler wohnen überdurchschnittlich häufig in Eigentumswohnungen, auch dies lässt sich an der Statistik ablesen. Die durchschnittliche Wohnfläche in Tirol beträgt 108 qm und liegt damit deutlich unter dem Österreichschnitt. Gegenüber der Befragung von 2010 kommt dies einem beachtlichen Minus von 23 qm gleich. Diese Entwicklung verdeutlicht den Trend zur Eigentumswohnung in Tirol, was mit den etwas reduzierten Wohnflächen einhergeht. "Die Tiroler Bevölkerung schwört auf Wohneigentum", resümiert daher Josef Schmidinger, Generaldirektor der Bausparkasse der österreichischen Sparkassen AG.


Umzug ins Eigentum

Des Weiteren zeigt die Studie der s-Bausparkasse, dass 26 Prozent der TirolerInnen eine Veränderung ihrer Wohnsituation in den nächsten fünf Jahren planen. Ein Großteil davon wünscht sich Eigentum. Doch viele schätzen die Kosten dafür derzeit falsch ein. Im Durchschnitt glauben die Befragten etwa 260.000 Euro dafür ausgeben zu müssen – angesichts der Marktlage eine unrealistische Vorstellung. Daraus resultiere auch, dass ein höherer Bedarf an Krediten zur Finanzierung des eigenen Wohntraums bestehe. "Ich empfehle unbedingt, jetzt die Gunst der Stunde für einen Fixzinskredit zu nützen. Insbesondere bei langfristigen Finanzierungen sollte man daran denken, dass die Zinsen und damit auch wieder die monatlichen Raten steigen können", unterstreicht Hans Unterdorfer, Vorstandschef der Tiroler Sparkasse.
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