Prostatakrebs: Vorsorge-Schwerpunkt nicht nur im November ratsam

Primar Johannes Wolfsgruber, Abteilung für Urologie im LKH Steyr
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BEZIRK. So lassen sich jährlich im November Männer Bärte wachsen, um Spenden zugunsten der Erforschung und Vorbeugung gegen Prostatakrebs und andere Gesundheitsprobleme von Männern zu sammeln.

Eine tolle Idee, finden auch die Experten im Landeskrankenhaus Steyr – auch wegen des noch ausbaufähigen Bewusstseins für Gesundheitsvorsorge bei Männern. „Die Einstellung der Männer zum Thema Gesundheitsvorsorge hat sich zwar in den vergangenen Jahren verbessert, ist aber nach wie vor wesentlich schlechter als bei Frauen. Daher ist eine Aktion wie ‚Movember’ auf alle Fälle zu unterstützen", sagt Primar Johannes Wolfsgruber, Leiter der Abteilung für Urologie im LKH Steyr. "Eine aktuelle englische Studie unterstreicht einmal mehr, dass neun von zehn Männern erst einen Arzt aufsuchen, wenn sie ein wirklich ernsthaftes Problem haben. Wird die Diagnose jedoch erst gestellt, wenn bereits Symptome aufgetreten sind, hat etwa beim Prostatakrebs häufig schon eine Metastasierung stattgefunden. Daher ist das A und O die Vorsorge. Diese Untersuchungen werden von den niedergelassenen Kollegen durchgeführt und sind für Männer über 45 Jahre ratsam (ab dem 40. Lebensjahr für Männer mit positiver Familienanamnese).“

Der Prostatakrebs ist mit 24 Prozent aller Krebsneuerkrankungen die mit Abstand häufigste beim Mann. Innerhalb der Gruppe der an Krebs verstorbenen Männer ist er für etwa zehn Prozent aller Todesfälle verantwortlich und stellt damit die dritthäufigste tödliche Krebserkrankung nach Lungen- und Darmkrebs dar.

Primar Johannes Wolfsgruber, Abteilung für Urologie im LKH Steyr
Der Prostatakrebs ist mit 24 Prozent aller Krebsneuerkrankungen die mit Abstand häufigste beim Mann.

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