Wartberg an der Krems
Großer Empfang für Andreas Landl
- Robert Schnellnberger mit Andreas Landl und Andreas Stiegler (v.li.).
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WorldSkills: Fliesenleger Andreas Landl aus Wartberg an der Krems hat Ende September 2026 bei den Berufsweltmeisterschaften in Shanghai die Silbermedaille gewonnen. Zudem wurde er als punktebester Teilnehmer des gesamten österreichischen Kaders mit dem Titel „Best of Nation“ ausgezeichnet. Das wurde in der Heimat groß gefeiert.
WARTBERG/KREMS. Dem 20-jährigen Wartberger wurde am 29. September gemeinsam mit seinem Trainer Andreas „Andi“ Stiegler bei seiner Rückkehr aus China ein großer Empfang bereitet. Freunde und Arbeitskollegen der Firma Schnellnberger sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft waren gekommen, um den Erfolg gebührend zu feiern. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Musikkapelle Wartberg.
Landl zeigte sich vom Empfang in seiner Heimat überwältigt: „Ich habe mit vielem gerechnet, aber nicht mit so etwas. Ich freue mich, wieder zu Hause zu sein. China ist eine andere Welt. Es war ein unglaublich harter Wettbewerb – eigentlich wie Spitzensport. Am vierten Tag hat mir alles wehgetan.“ Die Freude über die Silbermedaille sei noch immer schwer zu fassen. „Ich habe es noch immer nicht wirklich realisiert. Die Goldmedaille war außer Reichweite. Der Chinese hat sie verdient gewonnen. Er war der Beste.“
Auch Trainer Andreas Stiegler zeigte sich beeindruckt von der Leistung seines Schützlings: „Dass wir als kleines Land mit den Allerbesten mithalten konnten, ist eigentlich unglaublich. Die Chinesen trainieren für diesen Bewerb jahrelang. Dass wir solche Erfolge einfahren können, geht nur mit einem Unternehmen, das voll dahintersteht.“ Beeindruckt zeigte sich Landl auch von den Dimensionen der Veranstaltung. „Das Messegelände, auf dem der Wettbewerb stattgefunden hat, war so groß wie der gesamte Vatikan. Bei den Bewerben waren mehr als eine Million Zuschauer. Auch die Eröffnungsfeier war bombastisch.“ Preisgelder gab es für die Teilnehmer nicht. Der chinesische Weltmeister habe für seinen Sieg allerdings umfangreiche Prämien erhalten, berichtet Landl: „Er bekam für den Weltmeistertitel umgerechnet etwa 200.000 Euro, die Finanzierung eines Eigenheims und einen guten Job in der Politik.“
- Eine Torte gab es für den Vize-Weltmeister von der Kremstaler Hofbäckerei.
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Firmenchef Robert Schnellnberger, der selbst als Schlachtenbummler mit nach China gereist war, zeigte sich sichtlich stolz auf seinen Mitarbeiter. „Es ist seit jeher unser Anspruch, dass wir die besten Fliesenleger haben möchten. Wir sind schon hingeflogen und wollten etwas mitnehmen. Umso mehr freut mich dieser Erfolg“, sagte Schnellnberger. Für solche Bewerbe brauche es allerdings besondere Persönlichkeiten: „Dafür braucht es Typen, die nicht ganz normal sind“, schmunzelte er.
Glückwünsche aus Gemeinde und Land
Gratuliert haben auch die Gemeindevorstände aus Wartberg, Julia Gruber und Thomas Pürstinger. „Du bist der Held von Wartberg und hast den Erfolg verdient“, sagte Gruber. Pürstinger hatte zudem eine Überraschung im Gepäck: „Da Bürgermeister Karlhuber leider nicht da sein kann und auf Urlaub ist, hat er versprochen, die ersten hundert Liter Bier dieser Veranstaltung zu bezahlen.“
Nach Wartberg gekommen ist auch Landesrat Christian Dörfel. Er würdigte Landl als Vorbild für die Jugend und das Handwerk: „Du bist ein Vorbild für junge Leute, aber auch für die Handwerker. In China muss man erst einmal bestehen. Du bist ab jetzt das Flaggschiff und Aushängeschild des Unternehmens und des ganzen Landes.“ Auch Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner zeigte sich stolz: „Nicht nur, dass du ein sehr sympathischer Mensch bist, ist dieser Erfolg etwas ganz Besonderes. Hier trifft Können auf Fleiß und du hast den richtigen Zugang zu Arbeit und Leistung – das macht Persönlichkeiten aus.“
Silbermedaille als Zeichen für starke Ausbildung
In Shanghai waren 19 Fliesenleger aus 19 verschiedenen Ländern am Start. Insgesamt gingen 41 von 62 Goldmedaillen in den verschiedenen Berufen an Teilnehmer aus China. Die Silbermedaille von Andreas Landl freute Bundesinnungsmeister Andreas Höller daher umso mehr. Auch er hatte ein Geschenk mitgebracht und überreichte dem Vize-Weltmeister einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro. „Mit den Preisgeldern der Chinesen können wir leider nicht mithalten, aber ich verneige mich vor dir. Ohne einen Top-Betrieb und die gute Lehrlingsausbildung in Österreich wären solche Erfolge nicht möglich. Gratulieren möchte ich auch im Namen aller neun Bundesländer.“ Nicht zuletzt gratulierte WKO-Bezirksobfrau, Landtagsabgeordnete Doris Staudinger, die die Bedeutung der dualen Ausbildung hervorhob: „Das zeigt einmal mehr, wie gut unsere Lehrlingsausbildung ist. Dazu braucht es aber auch einen Betrieb wie die Firma Schnellnberger.“
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