Volksbühne Hopfgarten
Glashütt: Ein Stück über Sehnsucht und Scheitern

Glück und Glas – wie leicht bricht das. Das Theaterstück „Glashütt – Die Sehsucht des Sandkorns“ erzählt die Geschichte der Kirchenruine Hörbrunn und thematisiert den Umgang des Menschen mit Sehnsucht und Scheitern.
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  • Glück und Glas – wie leicht bricht das. Das Theaterstück „Glashütt – Die Sehsucht des Sandkorns“ erzählt die Geschichte der Kirchenruine Hörbrunn und thematisiert den Umgang des Menschen mit Sehnsucht und Scheitern.
  • Foto: Christina Glöckner
  • hochgeladen von Johanna Schweinester

Auf Initiative der Marktgemeinde Hopfgarten wird die Kirchenruine Hörbrunn im Juni 2020 zum Schauplatz eines Theaterstückes. Der Tiroler Autor Ernst Spreng schrieb ein Stück über Sehnsucht und Scheitern – und warum diese Kirche nie zu Ende gebaut wurde.

HOPFGARTEN (jos). Die Kirchenruine Hörbrunn im Ortsteil Glashütt in Hopfgarten ist Zeuge einer Zeit, in der eine „landesfürstliche Glasfabrik“ stand, die in der Hochzeit rund 200 Menschen Arbeit gab. Die Ruine ist aber auch Zeitzeuge des Niedergangs der Glashütte. Die Kirche, gedacht für die Arbeiter der Glashütte, wurde nie zu Ende gebaut.
Von 13. Juni bis 5. Juli wird dieser Ort nun Bühne und Inhalt eines neuen Theaterstückes, das in der Zeit zwischen 1870 und 1895 spielt. Neben den historischen Bezügen handelt das Stück „Glashütt – Die Sehnsucht des Sandkorns“ von Spreng, der auch als Lehrer in Hopfgarten tätig ist, aber auch von aktuellen Themen.
Im Stück werden das Scheitern einer großen Idee und die unbändige Sehnsucht des Menschen, Teil von etwas Besonderem zu sein, thematisiert.

Ein besonderer Spielort

Die Kirche war die Idee des Glasfabrikanten Franz Friedrich, der in der Zeit des 19. Jahrhunderts ein sozialer Arbeitgeber gewesen sein dürfte. Er baute für die Kinder seiner Mitarbeiter eine eigene Schule und begann, direkt neben seiner Glasfabrik eine Kirche zu bauen. Dann holte ihn die wirtschaftliche Realität ein. Die Fabrik konnte nicht mehr gewinnbringend geführt werden. Die Kirche wurde nie zu Ende gebaut.
Heute ist die Ruine ein Platz, der viele Menschen magisch in seinen Bann zieht. „Wir möchten hier ein Theatererlebnis schaffen, das die Zuschauer in eine andere Zeit und Welt führt“, erklärt Spreng. Die Schauspieler kommen von der Volksbühne Hopfgarten, für die Regie steht ein bekannter Tiroler Regisseur zur Verfügung.

Inhalt des Stücks

Rund um 1870 arbeiten 200 Menschen in der Glasfabrik, Glasherr Franz Friedrich ist stolz darauf, bald seine Kirche fertiggebaut zu haben. Die junge Marie ist in den Glasschleifer Pavel verliebt. Die beiden versprechen sich, die ersten zu sein, die in der fertigen Kirche heiraten. Sie glauben daran, dass sich ihre Träume bald erfüllen. Doch Glück und Glas brechen leicht. In ganz Europa wird auf das Liter-Maß umgestellt, in der Glasfabrik wird weiter ein anderes Hohl-Maß produziert. Die Geschäfte laufen so schlecht, dass die Glashütte nicht mehr wirtschaftlich zu führen ist. Der Kirchenbau wird eingestellt, Pavel muss zurück nach Tschechien.
Marie hält an ihrer Sehnsucht fest, an diesem Ort ihr Glück zu finden. Wird sie an ihren Sehnsüchten scheitern?
„Das Stück zeigt nicht nur die Geschichte dieses Ortes auf“, erklärt Autor Ernst Spreng. „Es befasst sich viel mehr damit, wie wir mit unseren Sehnsüchten umgehen – und dem damit verbundenen möglichen Scheitern.“
So entstand auch der Titel des Stückes. Aus einzelnen Sandkörnern wird in der Glasschmelze ein größeres Ganzes, ein schönes Glas. Aber dieses Glück, Teil von etwas Größerem zu sein, ist zerbrechlich. „Die menschliche Sehnsucht ist eine der großen Triebfedern unseres Lebens“, meint der Autor, „wir müssen aber auch damit umgehen können, dass sich Träume mitunter nicht erfüllen.“

Weitere Informationen lesen Sie auf der Website der Volksbühne Hopfgarten.

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