Hier trifft sich Kössens Jugend

Ein Treffpunkt für 11- bis 19-jährige: Der Jugendraum in Kössen.
  • Ein Treffpunkt für 11- bis 19-jährige: Der Jugendraum in Kössen.
  • Foto: Nicole Mayr
  • hochgeladen von Johanna Schweinester

KÖSSEN (jos). Im September 2017 wurde in der Gemeinde Kössen beschlossen, in einen Jugendraum mit einer professionellen, hauptamtlichen Betreuung zu investieren. Als Betreuerin wurde anschließend Nicole Mayr, die als Schulsozialpädagogin an der Neuen Mittelschule Kössen fungiert, eingestellt. Zusammen mit der Gemeinde machten es sich Hans-Peter Schwentner, Stephanie Hörfarter und Andrea Hallbrucker vom Referat "Jugend, Familie und Soziales" zur Aufgabe, den in die Jahre gekommenen Raum zu sanieren und für die Jugendlichen aus der Kaiserwinkl-Gemeinde eine passende Atmosphäre zu schaffen.

Konzept erhält Feinschliff

Derzeit wird am "Feinschliff" des Projektes gearbeitet. Zwischen 20 bis 50 Personen besuchen pro Abend die Einrichtung. Damit für die jungen Leute etwas geboten wird, investierte die Gemeinde in Möbel, Spielgeräte und in die allgemeine Sanierung. Auch die Jugendaktien, die von Firmen und Privatpersonen eingezahlt werden, kommen der offenen Jugendarbeit zugute. Bei der Renovierung halfen die Jugendlichen fleißig mit, vor allem Schüler der Polytechnischen Schule konnten ihre Handwerksfertigkeiten beim Umbau gezielt einsetzen. Des Weiteren werden den Teenagern verschiedene Workshops wie zum Beispiel Kürbis schnitzen und Adventkranz binden angeboten. Auch die Beratung durch die Betreuerin Mayr kommt gut an: Die Jugendlichen kennen sie bereits aus der Schule und somit kann der Bann, Probleme anzusprechen und Rat zu suchen, besser gebrochen werden. "Die Jugendlichen nehmen Einrichtungen zur Selbsthilfe oft nicht in Anspruch, da sie oft auch nicht wissen, wo und dass es sowas gibt", so Mayr. Auch in Sachen Nachhilfe, Aufklärung über sexuelle Interaktionen und Süchte steht die Betreuerin mit Rat und Tat zur Seite. Meistens wird am Mittwoch zusammen gekocht.

Multifunktionaler Raum

Das Konzept wird von der Plattform für offene Jugendarbeit Tirol (POJAT) unterstützt. "Man muss in das Projekt hineinwachsen, man kommt immer wieder zu neuen Schlüssen und Ideen", so Mayr weiter. Der Jugendraum wird bereits jetzt von anderen Vereinen wie zum Beispiel der Landjugend genützt. Ziel ist es, dass der Raum noch von weiteren Einrichtungen in Anspruch genommen werden kann. "Konkrete Pläne dazu gibt es jedoch noch nicht", ergänzt Mayr.
Derzeit ist die Gemeinde Kössen auf der Suche nach einer zweiten Betreuungsperson für rund 15 Wochenstunden, damit man eine optimale Betreuung der Jugendlichen garantieren kann.

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