30.09.2017, 13:16 Uhr

Der Urenkel von Robin Hood - ohne Hut und Stiefel...

Die Bogenschützen muten wie moderne Robin Hoods vor der Kulisse der Steinberge an.

Bogenschießfieber - hoch ansteckend!

WAIDRING (navi). Was ist eine Jagd ohne Blut und Trophäen? Das ist die spektakuläre, extrem naturnahe Sportart, die man Bogenschießen nennt.

Ich entschied mich für den Parcours in Waidring Oberweissbach, der auf einem wunderschön gelegenen Hochplateau liegt, eingebettet zwischen Loferer Steinberge, Steinplatte und dem Waidringer Hausberg.

Auf dem Einschussplatz, direkt neben dem Alpengasthof „Oberweissbach“, brachte uns Marc Schmiderer, Betreiber des Bogenparcours, die Grundtechnik bei.
Anschließend übte Marc, barfuß wie Mowgli, mit unserer Gruppe auf der Panoramarunde weiter. Bei einem riesigen Ameisenhaufen hielten wir plötzlich an und unser Coach deutete aus dem Verhalten der Ameisen das kommende Wetter. Was im Nachhinein interessanterweise genau stimmte, ganz im Gegensatz zur offiziellen Wettervorhersage. Seine Naturkenntnisse sind fabelhaft, und ich stelle fest, dass sich doch nicht alles googeln lässt.

Insgesamt bietet der Bogenparcours 56 Stationen mit 3-D Tierzielen auf 4 Runden aufgeteilt. Von 4 unterschiedlichen Distanzen aus kann je nach Bogenart und Können geschossen werden. Fernab von Verkehrslärm und Alltagsstress bietet das Gelände Spaß und Erholung bei sportlicher Betätigung. Für Newcomer bzw. Familien mit Kindern ist die zweistündige Panoramarunde mit 14 Schießstationen bestens geeignet. „Wenn man mit Pfeil und Bogen unterwegs ist, stehen Achtsamkeit und Konzentration an erster Stelle“, erklärt Marc, der sich seit seiner Schulzeit damit beschäftigt. „Diese Sportart ist ideal für die ganze Familie und für Gruppen aller Art. Es ist DIE Alternative für Jugendliche zu Handygames und Fernseher“.

Auch für Therapiezwecke wird das Bogenschießen eingesetzt. Marc hat sich in diesem Bereich ausbilden lassen und arbeitet schon seit Jahren mit Menschen mit unterschiedlichsten körperlichen und geistigen Einschränkungen, mit ADHS-Kindern und in der Burnout-Prävention.

Der warme, sonnige Augusttag bot uns die besten Voraussetzungen zum 3D-Gummitiere-„Jagen“. Ich fragte Marc, was er im Winter macht und er antwortete: „Nichts anderes als im Sommer: Bogenschießen unterrichten und den Parcours in Stand halten.“ Im Winter werden, sofern Schnee liegt, alle 4 Runden frei geschaufelt.
Abschließend meint Marc: „Es macht mich glücklich, dass ich viele meiner Kunden mit dem Bogenschießfieber anstecken kann und sie diese Sportart als neues Hobby für sich entdecken“.
Ich glaube, auch ich war nicht zum letzten Mal hier in Oberweissbach...
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