03.11.2016, 15:28 Uhr

Hochfilzen ist für die Biathlon-WM gerüstet

Markus Gandler, Konrad Walk, Andreas Pernsteiner, Klaus Leistner, Peter Schröcksnadel, Franz Berger vor dem neuen Zentralgebäude.

Die Biathlon-WM in Hochfilzen kann kommen. 150.000 Zuschauer werden vor Ort erwartet.

HOCHFILZEN (niko). Am 8. Februar 2017 fällt mit der Eröffnungsfeier der Strartschuss zu den IBU Biathlon Weltmeisterschaften 2017 in Hochfilzen. ÖSV, Bundesheer und das OK Hochfilzen zeigen sich gerüstet.

"Wir haben bisher 75.000 Karten verkauft, wir erwarten 150.000 Besucher bei den neun Rennen vor Ort. Wir haben genügend Zuschauer-Kapazitäten (Tribüne 10.500, Strecke 10.000, VIP-Bereich 1.000). 260 AthletInnen aus 40 Nationen und 300 Offizielle/Betreuer kommen, dazu gesellen sich 350 Medienvertreter. 25 TV-Stationen berichten live aus Hochfilzen", fasste OK-Chef Franz Berger zusammen. Die Eröffnungsfeier und die Siegerehrungen werden am Medal Place beim Kulturhaus inszeniert. "Wir sind bereit, ich hoffe, wir haben nicht zuviel Schnee", so Berger augenzwinkernd.

"Die WM hat auch einen hohen touristischen Stellenwert. Ich habe Biathlon früher gänzlich falsch eingeschätzt; ich dachte nicht, dass der Sport so ein Renner wird. Jetzt hoffen wir auf sportliche und wirtschaftliche Erfolge; schön wären zwei bis drei Medaillen", so ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, und weiter: "Ich freue mich, dass hier ein modernes Trainings- und Wettkampfzentrum entstanden ist, welches auch für den Nachwuchs und andere Sparten genutzt werden kann."

GenMjr Andreas Pernsteiner (Kdt. Einsatzunterstützung BMLVS): „Spitzensport hat auch für Soldaten Vorbildwirkung. Erfolge österreichischer Sportler sind identitätsstiftend. Das Projekt Hochfilzen wurde finanziert vom Land Tirol, dem Sportministerium und dem österreichischen Bundesheer; errichtet von der militärischen Bauorganisation (MIMZ) mit Projektkosten von 21 Millionen Euro. Von 17 am Bau beteiligten Firmen kommen 16 aus Österreich und sechs davon aus Tirol." Pernsteiner konnte auch eine Bestandsgarantie für die TÜPl Hochfilzen abgeben.

Für die WM wurden wie erwähnt 21 Mio. € in die Stadion-Infrastruktur investiert: Um-/Ausbau Zentralgebäude, Medienzentrum Innenschießanlage, Laufband, Team-/Serviceberich, Verlängerung Skirollerbahn, neue Zufahrt. Der dritte Bauabschnitt (Hauptgebäude) wurde erst vor kurzem fertig gestellt; am 3. 11. lud das Militärische Immobilienmanagementzentrum zur Firstfeier ins Stadion.

Klaus Leistner (Vizepräsident IBU): „Die jetzt gestaltete neue Stadionanlage ist zweifellos eine 'Landmark' für den Biathlonsport und wird für die bevorstehende Weltmeisterschaft beste Bedingungen bieten. Hochfilzen kann auch bei den Weltcupveranstaltungen regelmäßig viele Zuschauer begrüßen und verfügt über ein eingespieltes OK. Wir freuen uns auf eine attraktive und spannende IBU Biathlon-WM 2017."

Markus Gandler (Sportl. Leiter für Biathlon im ÖSV): „Eine Heim-WM ist Begeisterung pur. Natürlich ist es für SportlerInnen auch ein enormer Druck, dem man aber standhalten muss. Bei den Herren-Bewerben haben wir in jedem Wettkampf die Chance auf eine Medaille." Die Vorbereitungen waren u. a. durch die gesundheitlichen Probleme von Dominik Landertinger und Simon Eder getrübt, "wir kriegen aber alles in den Griff", so Gandler.

Fotos: Kogler, WMP (1)
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