Stadt Krems
Mit Video: Wein- und Obstbauschule Krems trotzt dem Frost

Der Hüter des Feuers: Leonhard Czipin ist in der Wein-und Obstbauschule Krems für den Obstbau zuständig. Mehrere Tage hintereinander waren er, Direktor Dieter Faltl und Alois Fahrnecker im Einsatz, um den Frost abzuwehren.
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  • Der Hüter des Feuers: Leonhard Czipin ist in der Wein-und Obstbauschule Krems für den Obstbau zuständig. Mehrere Tage hintereinander waren er, Direktor Dieter Faltl und Alois Fahrnecker im Einsatz, um den Frost abzuwehren.
  • Foto: Doris Necker
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Die Wein- und Obstbauschule Krems nimmt den Kampf gegen die Minusgrade auf, und gibt ihr Wissen weiter.

WACHAU. Schon zu Ostern standen die Marillenbäume in voller Blüte und lockten trotz Lockdown viele Wanderer und Radfahrer nach Krems und in die Wachau. Doch gerade in der Region Krems, Rohrendorf und Gedersdorf zeigten laut Direktor Dieter Faltl von der Wein- und Obstbauschle Krems, die kalten Winde vom Waldviertel seine Wirkung.

Schon am Osterwochenende von Samstag auf Sonntag purzelten in den Stunden zum Sonnenaufgang die Grade auf minus 3,6 Grad. Dieser Tag brachte bereits einen Ausfall von fast 30 Prozent bei den Marillen- und Apfelknospen.

Um Mitternacht wird eingeheizt

Die Bezirksblätter sind am 9. April 2021 frühmorgens um 4.30 Uhr vor Ort. Der Thermometer zeigt bereits minus 2 Grad an. Um Mitternacht begann Alois Fahrnecker das Feuer in den Öfen inmitten der Baumreihen zu entfachen. Sie werden mit Briketts geheizt und wärmen jetzt – einige Stunden später – auch die Anwesenden. Es ist bereits die vierte Nacht in Folge, in der Direktor Dieter Faltl, Leonhard Czipin (zuständig für den Obstbau) und Alois Fahrnecker nachts draußen sind, um den Frost abzuwehren.

Beregnen der Äpfel

"Beregnen ist nur bei den Apfelbäumen eine Möglichkeit. Die Krone der freistehenden Marillenbäume können die Last des Eises nicht tragen", erklärt Leonhard Czipin.
Es ist ein beeindruckendes Schauspiel für Zuschauer, wenn bei der Dämmerung die Rauchschwaden durch die Kronen der Marillenbäume ziehen, um sie so vor Frostschäden zu bewahren.

Wissen weitergeben

Doch für die Marillenbauern geht es um ihre Existenz. Bereits im Vorjahr mussten sie in der Wachau einen Ernteausfall bis zu 90% hinnehmen. "Wir probieren hier unterschiedliche Maßnahmen aus, die bei Frostsituation helfen. Unsere Erkenntnisse teilen wir mit Obstbauern und Schülern", erklärt Direktor Faltl und meint: "Das Räuchern ist nicht ganz billig. Wir haben Materieal für sieben bis acht Nächte vorätig. Wir verwenden Brickets und erstmals vom Borkenkäfer geschädigtes Holz (Neger-Holz), das hält etwa 1,5 Stunden und muss dann ersetzt werden. Länger als als acht Tage räuchern zahlt sich nicht aus. "

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