Corona-Virus
Land und BKH Kufstein bereiten sich vor

Das Bezirkskrankenhaus Kufstein errichtete eine eigene Corona-Ambulanz, während das Land Tirol nun mehr Betten für den Ernstfall vorbereitet. (Archivbild)
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  • Das Bezirkskrankenhaus Kufstein errichtete eine eigene Corona-Ambulanz, während das Land Tirol nun mehr Betten für den Ernstfall vorbereitet. (Archivbild)
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Kufsteiner Krankenhaus begegnet Coronavirus-Ausbreitung mit separater Corona-Ambulanz. Land sorgt im Bezirk Kufstein bei Notkrankenstationen auch mit Hotelbetten vor. 

KUFSTEIN, BEZIRK KUFSTEIN (red). Bereits in der vergangenen Woche wurden viele Maßnahmen für die Abklärung und Behandlung des Covid-19 (Corona-Virus) am Bezirkskrankenhaus (BKH) Kufstein eingeleitet. Seit Samstag, den 14. März werden Verdachtsfälle in der neuen Corona-Ambulanz isoliert vom Krankenhausalltag abgeklärt. Das Land Tirol bereitet zusätzliche Betten laut dem am Montag vorgestellten "Gesundheitsplan Tirol" auch im Bezirk Kufstein vor.

Gesundheitsplan sieht mehr Betten vor

Laut dem von Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg erarbeiteten „Gesundheitsplan Tirol“ folgen weitere Vorbereitungsmaßnahmen für eine bestmögliche Gesundheitsversorgung in Bezug auf die Coronavirus-Epidemie. "Wir gehen einen Tiroler Weg: Wir schaffen in Hotels und Reha-Einrichtungen und nicht in Hallen Notkrankenstationen, um ausreichend Kapazitäten zur Verfügung zu stellen“, erklärte der Tiroler Landeshauptmann, Günther Platter. Tirolweit stehen über 1.300 Betten für dringliche Fälle an Tirols Spitälern ab sofort zur Verfügung. Hinzu werden in Tirol nun zusätzlich 1.100 Betten kommen, die im Rahmen von "Notkrankenstationen" in Hotels und Rehaeinrichtungen vorbereitet werden. Diese sind für Corona-Patienten bestimmt, die an Coronavirus erkrankt sind, aber keine vollstationäre Spitalsbetreuung brauchen. "Als Sicherheitsmaßnahmen, haben wir vorsorglich zwei Millionen Schutzmasken und zahlreiche Schutzanzüge für Einsatzkräfte und medizinisches Personal bestellt. Es gilt, für verschiedenste Szenarien vorbereitet zu sein – wir dürfen nicht warten, bis der Ernstfall eintritt", so LR Bernhard Tilg. 

Notkrankenstationen im Unterland, auch in Hotel

Für das Tiroler Unterland und insbesondere für den Bezirk Schwaz wird eine Gesundheitseinrichtung zur Notkrankenstation. Das Bezirkskrankenhaus Kufstein hat darüber hinaus ein Hotel im Bezirk Kufstein mit 100 Betten und die Krankenpflegeschule mit 40 Plätzen für Notkrankenstationen in Vorbereitung.
Beim Hotel handelt es sich um das Hotel Stadt Kufstein. Dieses hatte sich schon, vertreten durch Simon Hermann Huber, bei einer gemeinsamen Besprechung am 28. Februar gemeinsam mit Kufsteins Bgm. Martin Krumschnabel und dem ärztlichen Leiter des BKH Kufstein Dr. Carl Miller bereit erklärt, in einem solchen Fall zur Verfügung zu stehen. "Ich denke, damit waren wir wohl die ersten, die so etwas anbieten konnten. Auch dem Betreiber Reinhard Lojnik gilt meine größte Hochachtung für diesen Schritt", sagt dazu Bgm. Martin Krumschabel. 

Neue Corona-Ambulanz am BKH Kufstein

„Wir sind auf die Situation rund um die Covid-19 Epidemie vorbereitet“, versichert auch der Ärztliche Direktor des Allgemein öffentlichen Bezirkskrankenhaus Kufsteins, Prim. Univ.-Doz. Dr. Carl Miller. In der vom Hauptgebäude separierten, neu errichteten Corona-Ambulanz werden Patienten mit verdächtigen Infektionssymptomen, wie Fieber, Husten und Atembeschwerden isoliert untersucht. Bei Bestätigung eines Corona-Verdachts wird die Person in der Regel nach Hause in Quarantäne geschickt, da die meisten Fälle mild verlaufen. Nur wenn der Gesundheitszustand des Betroffenen eine Behandlung im Krankenhaus erfordert, wird der Patient in einem eigenen abgetrennten Bereich des BKHs untergebracht und versorgt. Damit wird einer weiteren Verbreitung des Covid-19 Einhalt geboten. Die Disziplin der Patienten ist dabei laut Angaben des BKH Kufstein sehr hoch. 

Besuchsverbot: Rücksicht auf andere Patienten

Die Verantwortlichen rufen dennoch zur Umsicht und vor allem Rücksicht auf andere Patienten auf. Es gilt ein generelles Besuchsverbot. Notwendige Begleitpersonen bei Gehörlosen, Patienten mit Demenz, Übersetzer etc. sind ausgenommen und somit zum Zutritt berechtigt. Es ist dies ebenfalls ein Verbot, das von Patienten "ohne Probleme akzeptiert wird, auch wenn nicht jeder glücklich ist", so das BKH in einer Stellungnahme.
„Wir alle am BKH Kufstein arbeiten Hand in Hand und stellen somit eine verlässliche medizinische Versorgung auch in Zeiten wie diesen sicher. Helfen Sie mit das Corona-Virus einzudämmen und folgen sie den Anweisungen des Bundesministeriums“, appelliert Prim. Univ.-Doz. Dr. Carl Miller.

Aktuelle Nachrichten aus dem Bezirk Kufstein finden Sie hier.

Alle Entwicklungen in Tirol zum Corona-Virus auf einen Blick
Coronavirus hält den Bezirk Kufstein in Atem
Autor:

Barbara Fluckinger aus Kufstein

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