„Priester sein heißt: Freund Gottes und Freund der Menschen sein“

Erzbischof Franz Lackner legte am Donnerstag Christian Hauser die Hände auf.
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SALZBURG/ST.JOHANN/WÖRGL (red). „Priester sein heißt Freund Gottes und Freund der Menschen zu sein“, sagte Erzbischof Franz Lackner am Donnerstag, dem 29. Juni, bei der Priesterweihe im Salzburger Dom. Er legte dem aus St. Johann in Tirol stammenden Theologen Christian Hauser (49) die Hände auf. Mehr als 100 Priester und Diakone und mehr als 1.000 Gläubige, darunter große Abordnungen aus Wörgl und St. Johann, feierten die Weiheliturgie mit. Der Wörgler Stadtpfarr-Chor und die Salzburger Dommusik sorgten mit Mozarts Spatzenmesse für die musikalische Gestaltung.

In seiner Predigt ging der Salzburger Oberhirte auf die Bedeutung und die Aufgaben des Priesters ein. Jesus Christus selbst sei der alleinige Mittler zwischen Gott und den Menschen. „Ein darauf aufbauendes priesterliches Wirken kann nichts anderes meinen, als nur an Christi statt zu handeln und zu wirken“, betonte er. Priester sein habe Anteil an der göttlichen Sendung und sei verbunden mit dem Auftrag: „Bereitschaft zur Hingabe, ganz nach dem Vorbild Jesu“.

Gott sei in ärmlichen Umständen Mensch geworden, „infolgedessen wird man Gott immer zunächst in den Armen zu suchen haben“, sagte der Erzbischof. Schon als Kind sei Jesus auf der Flucht gewesen, werde daher Gott nicht vornehmlich im Flüchtling zu suchen sein, fragte Erzbischof Lackner. Erst recht sei der Umgang Jesu mit Schwachen, Kranken und Sündern zu bedenken. Ein Priester brauche daher heute eine Aufmerksamkeit für Gott und die Gottesfrage und eine Aufmerksamkeit für den Menschen.

In seiner Heimat feiert Hauser am Wochenende die Primiz: Am Samstag, 1. Juli, beginnt um 19 Uhr die Vorabendmesse in der Pfarrkirche St. Johann, anschließend Gräbersegnung und eucharistische Anbetung. Am Sonntag, 2. Juli, ist um 9.30 Uhr Aufstellung zum Festzug vom Nothegger-Parkplatz zur Kirche und Empfang; um 10 Uhr Primizgottesdienst, anschließend Agape vor dem Kaisersaal. Um 17 Uhr feiert der Neupriester eine Dankandacht mit Einzelprimizsegen in der Pfarrkirche. Weiters findet am Sonntag, 9. Juli, um 8.45 Uhr die Nachprimiz in Bruckhäusl statt.

Christian Hauser ist in St. Johann in Tirol aufgewachsen. Nach der Matura arbeitete er 20 Jahre im Restaurant- und Partyservicebetrieb seines Bruders. 2009 trat er in das Salzburger Priesterseminar ein und absolvierte das Studium der Katholischen Fachtheologie an der Universität Salzburg. Während der Studienzeit konnte Hauser erste pfarrliche Eindrücke in Strobl und Fuschl im Salzburger Flachgau und zuletzt in Wörgl sammeln. Seit September 2016 ist er Pfarrpraktikant im Pfarrverband Wörgl-Bruckhäusl, wo er auch ab September als Kooperator arbeiten wird.

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