Kufstein räumt auf
Zigarettenstummel, Autoreifen und eine ganze Küche entdeckt
- Über 500 Freiwillige beteiligten sich bei der Frühjahrsreinigungsaktion in Kufstein.
- Foto: Stadtwerke Kufstein
- hochgeladen von Martina Obertimpfler
Mit Handschuhen und Müllsäcken ausgerüstet zogen am 11. April 2026 mehr als 500 Freiwillige durch Kufstein, um bei der Frühjahrsreinigungsaktion der Stadtwerke ein Zeichen für den Umweltschutz zu setzen. Dabei wurden rund 1,7 Tonnen Müll eingesammelt.
KUFSTEIN. (red) Der Startschuss fiel traditionell bei den Stadtwerden Kufstein: Am Firmengelände wurden Müllzangen und -säcke ausgegeben und die Teilnehmenden kurz eingewiesen. Anschließend schwärmten Vereine, Familien und engagierte Einzelpersonen in ihre Sammelgebiete aus. Für ihre Mühe warteten zum Abschluss ein Jausensackerl und ein Restaurantgutschein.
Zusammearbeit beim Umweltschutz
Dass sich so viele Menschen beteiligten, spricht für ein starkes Umweltbewusstsein in der Region. Matthias Aicher, Geschäftsführer des Abfallentsorgungsverbandes Kufstein, betonte: „Es ist beeindruckend, wie viele sich für eine saubere Umwelt einsetzen. Deshalb meine Bitte: Müll im Alltag richtig entsorgen, dann wären viele solcher Aktionen gar nicht nötig.“
- Ausgestattet mit Müllzangen und Müllsäcken zogen die Freiwilligen durch Kufstein, um die Natur von Müll zu befreien.
- Foto: Sonja Knab
- hochgeladen von Martina Obertimpfler
Alltagsmüll und skurrile Funde
Aktionen wie die Frühjahrsreinigungsaktion sind wichtiger denn je: Laut dem ersten österreichischen Littering-Report – ein Bericht über achtlos weggeworfenen Müll – werden jährlich rund 15.000 Tonnen Abfälle im öffentlichen Raum entsorgt. Am häufigsten sind es Zigarettenstummel, Plastikverpackungen und Getränkebecher. Dass sich diese Entwicklung auch lokal zeigt, wurde ebenfalls in Kufstein deutlich: Neben Autoreifen und alten Fahrrädern machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch ungewöhnliche Funde, da-runter sogar eine komplette Küche, die im Wald versteckt worden war. Auch in der Festungsstadt bildeten Zigarettenstummel den größten Anteil der gesammelten Abfälle.
„Zigarettenstummel gehören weder auf den Boden noch in die Natur, da sie Schadstoffe enthalten und sich nur sehr langsam abbauen. Sie sollten im Restmüll entsorgt werden – unterwegs bieten sich Taschenaschenbecher oder die vorgesehenen Aschenbecher im öffentlichen Raum an“, so Aicher.
- Rund 1,7 Tonnen Müll wurden eingesammelt
- hochgeladen von Martina Obertimpfler
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