Fussball Tirol
TFV Präsident zur Schließung der LAZ-Vorstufen in Tirol

LAZ Neuausrichtung im Tiroler Fußballsport.
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Offene Vereins Information des Tiroler Fußball Präsidenten Josef Geisler zur Neuausrichtung der "LAZ-Vorstufen"!

Bis zum Spieljahr 2016/2017 gab es in Tirol insgesamt 6 „VORLAZ“ Standorte, von denen – nach wie vor - lediglich 3 vom ÖFB finanziell gefördert werden. Zusätzlich zu den gleichzeitigen LAZ Standorten IMST, INNSBRUCK und WÖRGL waren das St. JOHANN, SCHLITTERS und KEMATEN.

In der Präsidiumssitzung am 03.05.2016 einigte man sich, die Anzahl der VORLAZ Standorte auf 11 zu erhöhen, um dem regionalbedingt notwendigen Grundsatz der Flexibilität Rechnung zu tragen. Man erwartete sich eine individuellere Ausbildung, eine Erleichterung in der Organisation, eine bessere Implementierung von Quereinsteigern und einen näheren Kontakt zu den Stammvereinen der Talente. Von den damit verbundenen kürzeren Anfahrtswegen zu den Standorten sollten vor allem die Kinder und deren Eltern profitieren. Zusätzlich zu den gleichzeitigen LAZ Standorten IMST, INNSBRUCK und WÖRGL gab es ab Sommer 2016 VORLAZ Standorte in LANGKAMPFEN, St. JOHANN, ZELL am ZILLER, STANS, STEINACH, KEMATEN, LANDECK und AUSSERFERN.

Obwohl der TFV zu den kleinsten Landesverbänden in Österreich zählt, hatte er zuletzt österreichweit nach dem größten Landesverband Niederösterreich (15 Standorte) die zweitmeisten VORLAZ Standorte. Alle anderen Landesverbände haben deutlich weniger derartige Standorte, nämlich zwischen 2 (Wien) und 8 (Oberösterreich). Die mit dem TFV größenmäßig vergleichbaren Verbände betreiben 2 (Wien), 4 (Burgenland und Kärnten), 5 (Vorarlberg) und 6 (Salzburg) VORLAZ Standorte.

Im Zusammenhang mit der Budgetvorschau 2020 war es dringend notwendig, sinnvolle und auch mögliche bzw. zumutbare Einsparungsmöglichkeiten anzudenken. Die Neuausrichtung der VORLAZ Standorte war eine dieser Möglichkeiten, zumal sich jeder vom ÖFB nicht geförderte Standort mit mindestens € 10.000,-- aufwandseitig im Budget auswirkt. Aus diesem Grund wurde im Präsidium am 12.05.2020 einstimmig beschlossen, die 11 Standorte wiederum auf 6 zu reduzieren. Für die abschließende entscheidende Frage, welche der bestehenden Standorte künftig nicht mehr betrieben werden sollen, wurde an Hand der Jahrgänge 2005, 2006, 2007 und 2008 nachverfolgt, wie viele von den in den VORLAZ Standorten ausgebildeten Spielern die Aufnahme in ein LAZ geschafft haben. Vom Außerfern war das 1 Spieler, von St. Johann waren es 4, von Landeck und Steinach jeweils 7, von Kematen 12, von Wörgl, Zell am Ziller und Langkampfen jeweils 14, von Stans 20, von Innsbruck 25 und von Imst 26.

In der Diskussion wurde auch immer wieder thematisiert, dass es im Bereich der Standorte Außerfern (PROS), Landeck (FNZ), Steinach (Fußballschule Wipptal) und St. Johann (Fußballschule Hauser) Einrichtungen geben würde, die sich ohnehin die Förderung und Weiterentwicklung von talentierten Spielern in der Region zum Ziel gesetzt haben.
An Hand des von der sportlichen Leitung erarbeiteten und präsentierten Zahlenmaterials zum sportlichen „Output“ für die LAZs kam es dann zur Abstimmung über die Frage der zu schließenden VORLAZ Standorte.

Mit einer jeweils breiten Mehrheit beschloss das Präsidium am 26.05.2020 die Standorte Außerfern, Landeck, Steinach, Langkampfen und St. Johann künftig nicht mehr zu betreiben.
Den Regionen, die jetzt aktuell von der Schließung ihrer Standorte betroffen sind, wurde gleichzeitig jegliche Unterstützung seitens des Verbandes vor allem im Bereich des Erfahrungsaustausches angeboten und auch in Aussicht gestellt.

Die sportliche Leitung des Verbandes wird dafür sorgen, dass die in der bisherigen Form der VORLAZ Standorte bewährten Kleingruppentrainings auch künftig beibehalten werden.
Nach der Ausbildungsphilosophie des ÖFB soll mit dem LAZ und VORLAZ ein qualitativer Unterbau bei der Heranbildung von Profifußballern geboten werden. Schon daraus folgt, dass diese Ausbildungseinrichtungen des Verbandes ganz klar dem zukünftigen Spitzenfußball in TIROL und eben nicht dem Breitenfußball zuzurechnen sind. Daher ist es nach Ansicht des Verbandes auch durchaus zumutbar, dass wegen dieser Umstrukturierung interessierte Eltern teilweise größere Strapazen auf sich nehmen müssen. Verglichen mit anderen Sportarten gehört die Ausbildung in den LAZs (€ 450,-- pro Jahr) bzw. in den VORLAZs (€ 210,-- pro Jahr) mit Sicherheit zu den billigsten Sportarten.

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Autor:

Friedl Schwaighofer aus Kufstein

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