Tourismus im Juli 2026
Der Bezirk Kufstein verzeichnet ein deutliches Gästeplus
- Der Tourismus im Bezirk Kufstein verzeichnet im Juli 2026 ein deutliches Plus bei Ankünften und Nächtigungen.
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Eine erste Sommerbilanz zeigt, dass der Tourismus im bisherigen Sommer deutlich zugelegt hat. 151.845 Ankünfte und 626.416 Nächtigungen stehen im Bezirk Kufstein allein im Juli zu Buche. Besonders groß ist der Anstieg in einigen kleineren Gemeinden – während andere mit Rückgängen kämpfen. Auch der Blick auf die Herkunftsmärkte zeigt, wohin sich der Tiroler Sommertourismus bewegt.
BEZIRK KUFSTEIN. Der Sommer ist noch nicht vorbei, die erste Bilanz fällt im Bezirk Kufstein aber bereits erfreulich aus. 151.845 Gästeankünfte wurden im Juli gezählt – um 19.388 bzw. 14,6 Prozent mehr als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres (Juli 205). Noch wichtiger für die heimische Tourismuswirtschaft: Die Zahl der Nächtigungen stieg auf 626.416, das entspricht einem Plus von 39.981 Übernachtungen bzw. 6,8 Prozent.
Damit zeigt sich: Der Bezirk Kufstein hat im Juli nicht nur mehr Gäste bekommen, sondern konnte auch bei den Übernachtungen zulegen. Allerdings fällt das Wachstum bei den Nächtigungen deutlich moderater aus als jenes bei den Ankünften. Das zeigt, dass die Gäste tendenziell kürzer verweilen.
Kräftige Zuwächse in vielen Gemeinden
Ein Blick auf die einzelnen Gemeinden zeigt ein durchaus abwechslungsreiches Bild. In Kramsach wurden 14.321 Ankünfte gezählt, was ein Plus von 30,6 Prozent bedeutet, bei den Nächtigungen ging es sogar um 18,9 Prozent auf 60.705 nach oben. Auch die Wildschönau liegt mit 17.619 Ankünften und 82.026 Nächtigungen auf einem starken Niveau. Bei den Ankünften beträgt das Plus 16,1 Prozent, bei den Nächtigungen 7,1 Prozent. Einen großen Sprung macht auch Thiersee. 6.740 Ankünfte entsprechen einem Plus von 35,6 Prozent, die Nächtigungen stiegen um 15,8 Prozent auf 26.380. Walchsee verzeichnet 13.186 Ankünfte – 18,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum. Bei den Nächtigungen steht ein Plus von 7,9 Prozent auf 61.300 zu Buche. Auch die Entwicklung in Ebbs ist positiv: 8.824 Ankünfte bedeuten ein Plus von 16,8 Prozent, die Nächtigungen legten um 15,2 Prozent auf 17.445 zu. In Söll kamen 13.956 Gäste an, um 15,6 Prozent mehr als zuvor. Die Nächtigungen stiegen dort um 5,5 Prozent auf 69.015.
- Die Bezirkshauptstadt verzeichnet im Juli 2026 ein Plus bei den Gästeankünften und Nächtigungen.
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In der Bezirkshauptstadt
... wurden 14.436 Ankünfte registriert. Das sind 1.497 mehr als im Vergleichszeitraum – ein Plus von 11,6 Prozent. Die Nächtigungen stiegen um 6,3 Prozent auf 23.068. Damit entwickelt sich auch Kufstein positiv, bleibt bei den Übernachtungszahlen aber deutlich hinter klassischen Urlaubsdestinationen wie Söll, Wildschönau, Walchsee oder Ellmau zurück.
Kleine Gemeinden mit großem Gästeplus
Prozentuell fällt eine Gemeinde besonders auf: Rattenberg. Die Zahl der Ankünfte stieg um sagenhafte 315,5 Prozent auf 669, die Nächtigungen sogar um 211,8 Prozent auf 1.001. Bei kleinen Ausgangswerten können solche Prozentsprünge naturgemäß schnell entstehen – dennoch zeigt die Entwicklung, dass die kleinste Stadt Österreichs touristisch ordentlich zulegen konnte. Auch Münster verzeichnet einen bemerkenswerten Zuwachs: 1.875 Ankünfte bedeuten ein Plus von 112,6 Prozent. Bei den Nächtigungen ging es um 39,4 Prozent auf 5.224 nach oben. Langkampfen kommt bei den Ankünften sogar auf ein Plus von 92,9 Prozent.
- Die kleinste Stadt Österreichs verzeichnet im Juli 2026 besonders starke Zuwächse bei den Gästeankünften und Nächtigungen.
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Nicht überall zeigt die Kurve nach oben
Radfeld verzeichnet beispielsweise 1.190 Ankünfte – ein Rückgang von 31,4 Prozent. Bei den Nächtigungen geht es um 11,6 Prozent nach unten. Noch deutlicher fällt der Rückgang in Angerberg aus: Die Ankünfte sanken um 24,2 Prozent, die Nächtigungen sogar um 37,4 Prozent. Auch Niederndorf liegt unter dem Vorjahresniveau. Dort gingen die Ankünfte um 3,0 Prozent und die Nächtigungen um 23,9 Prozent zurück.
- Die beliebte Tourismusgemeinde Ellmau zählt weiterhin zu den Nächtigungsstärksten im Bezirk Kufstein.
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Stärkste Destination Ellmau
Eine interessante Entwicklung zeigt Ellmau: Die Gemeinde bleibt mit 18.292 Ankünften eine der stärksten Destinationen im Bezirk, bei den Ankünften beträgt das Plus allerdings nur 0,5 Prozent. Bei den Nächtigungen gibt es sogar ein Minus von 1,5 Prozent auf 92.520.
Die meisten Gäste kommen aus Deutschland
Ein Blick auf die Herkunft der Urlauber zeigt, wie stark der Tiroler Tourismus weiterhin von seinen Nachbarn geprägt ist. Deutschland bleibt mit großem Abstand der wichtigste Auslandsmarkt. Im bisherigen Vergleichszeitraum wurden 1.758.591 Ankünfte deutscher Gäste registriert – ein Plus von 6,2 Prozent. Bei den Nächtigungen kamen deutsche Urlauber auf rund 6,28 Millionen, das entspricht einem Zuwachs von 3,2 Prozent.
Auch aus den Niederlanden kommen deutlich mehr Gäste. 252.010 Ankünfte bedeuten ein Plus von 13,5 Prozent, bei den Nächtigungen fällt das Wachstum mit 11,4 Prozent ebenfalls kräftig aus. Positiv entwickeln sich zudem die Märkte aus Tschechien, Italien, Dänemark, Schweden und Kanada.
Besonders ins Auge fällt Israel: Die Zahl der Ankünfte legte um 70 Prozent zu, bei den Nächtigungen beträgt das Plus sogar 90,4 Prozent. Die hohen Prozentwerte sollten allerdings mit etwas Abstand betrachtet werden, da Veränderungen bei kleineren Herkunftsmärkten aufgrund der vergleichsweise niedrigen Ausgangswerte schnell sehr groß wirken können.
Fernmärkte mit Gegenwind
Aus Frankreich und Monaco kamen um 6,8 Prozent weniger Gäste, die Nächtigungen gingen sogar um 10,9 Prozent zurück. Noch deutlicher ist der Rückgang beim chinesischen Markt: Die Ankünfte sanken um 34,5 Prozent, die Nächtigungen um 34,4 Prozent.
Auch bei Gästen aus Indien, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigen die Zahlen nach unten. Das aktuelle Bild ist damit relativ klar: Vor allem die europäischen Nahmärkte tragen das Wachstum, während einige Fernmärkte derzeit deutlich schwächer abschneiden.
In Summe stiegen die ausländischen Ankünfte in Tirol um 5,3 Prozent, die Zahl der Nächtigungen um 3,5 Prozent. Auch aus dem Inland kamen mehr Gäste – die Ankünfte legten um 3,5 Prozent zu. Bei den Nächtigungen der österreichischen Gäste zeigt sich hingegen ein leichtes Minus von 0,3 Prozent.
- Tirols Campingplätze verzeichneten im bisherigen Sommer 2026 ein deutliches Plus bei den Nächtigungen. (Symbolbild)
- Foto: Pexels/Pixelman Dapha
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Camping und hochwertige Hotellerie beliebt
Auch bei den Unterkunftsarten zeichnet sich ein interessantes Bild ab. Tirolweit entfielen bisher 68,5 Prozent der Nächtigungen auf gewerbliche Betriebe. Besonders stark wachsen die gewerblichen Ferienwohnungen mit einem Plus von 7,8 Prozent.
Die 5- und 4-Sterne-Hotellerie legte bei den Nächtigungen um 3,3 Prozent zu. Bei den 3-Sterne-Betrieben ist die Entwicklung nahezu stabil, während die 1- und 2-Sterne-Kategorie um 2,7 Prozent zurückging. Ein echter Sommergewinner ist das Camping: Die Nächtigungen stiegen um 12,5 Prozent. Auch Schutzhütten verzeichneten ein Plus von 14,5 Prozent.
Das passt zum allgemeinen Bild eines Sommertourismus, der vielfältiger wird. Gäste kommen nicht mehr ausschließlich für den klassischen Hotelurlaub. Ferienwohnungen, Camping und individuelle Reiseformen gewinnen weiter an Bedeutung.
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