Tourismus
"JobCheckerin" testete neun Jobs am Wilden Kaiser

Jenny Koller (2.v.l.) testete in neun Wochen neun Tourismusbetriebe in der Region Wilder Kaiser. Sie zog mit TVB-Geschäftsführer Lukas Krösslhuber (links) und Projektleiterin Katie Tropper (1.v.r.) nun Bilanz.
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  • Jenny Koller (2.v.l.) testete in neun Wochen neun Tourismusbetriebe in der Region Wilder Kaiser. Sie zog mit TVB-Geschäftsführer Lukas Krösslhuber (links) und Projektleiterin Katie Tropper (1.v.r.) nun Bilanz.
  • Foto: Barbara Fluckinger
  • hochgeladen von Barbara Fluckinger

Die "Kaiserschaft" hat es sich zum Ziel gemacht, Tourismus-Jobs in der Region Wilder Kaiser zu attraktivieren. Im heurigen Sommer startete die 21-jährige Jenny Koller deswegen einen "JobCheck" und testete dabei neun verschiedene Jobs in neun Wochen.

ELLMAU, BEZIRK KUFSTEIN, BEZIRK KITZBÜHEL (bfl). Neun Jobs in neun Wochen – das hat Bloggerin Jenny Koller hinter sich. Die 21-jährige FH-Studentin hat in dieser Zeit als "JobCheckerin" verschiedene Tourismus-Jobs in der Region Wilder Kaiser getestet und dabei so einiges gelernt. Am Donnerstag, den 17. September zog sie in Ellmau gemeinsam mit ihren "Arbeitgebern" Bilanz.
Diese setzen sich aus Mitgliedsbetrieben der im Jahr 2018 gegründeten "Kaiserwirtschaft" zusammen. Heute sind 15 Betriebe dabei, die es sich zum Ziel gemacht haben, das Arbeiten am Wilden Kaiser im Tourismus angenehmer und attraktiver zu machen. Dafür hat man auch bereits eine Acht-Punkte-Charta verabschiedet und damit Maßnahmen gesetzt. So werden zum Beispiel Mitarbeiter in den Mitgliederbetrieben nach ihrem Wohlbefinden in der Arbeitsstätte gefragt oder dank der Wilder Kaiser "Staff-Card" gratis Freizeitangebote geschaffen. 

Tourismus, "wie er wirklich ist"

"Wir wollen den Tourismus beleuchten, wie er wirklich ist und nicht wie er vielleicht wahrgenommen wird", sagt Projektleiterin Katie Tropper. Es gebe noch viele alte Gedankenmuster, die zum Tourismusbereich in den Köpfen der Menschen verankert seien – die aber mittlerweile nicht mehr zutreffen würden, erklärt Tropper. "Es ist genau das, was wir zeigen wollen: wie attraktiv das Arbeiten im Tourismus ist und vor allem, wie vielfältig es ist", ergänzt Tropper. Genau dieses Ansinnen war auch der Anstoß dafür, den sogenannten "Wilder Kaiser JobCheck" zu starten. Dafür hat Jenny Koller in den letzten neun Wochen neun Tourismusbetriebe in der Region Wilder Kaiser besucht, dort selbst Hand angelegt und die Jobs selbst "durchgetestet". Die 21-Jährige hat ihre Erlebnisse dann im Anschluss auch über ihren Blog und über Soziale Medien geteilt. Damit sind die einzelnen Beiträge eine gute Informationsquelle für alle, die sich für die Arbeit im Tourismus interessieren. 

Teamarbeit, Eigeninitiative und tolle Glücksmomente

Mitgenommen hat Koller jedenfalls dabei viele positive Erfahrungen. "Mich hat am Projekt gereizt, dass man einmal ausprobieren darf. Wann hat man schon die Chance neun Jobs auszuprobieren?", sagt Koller. Vielen Menschen sei wahrscheinlich gar nicht bewusst, wie vielseitig das Jobangebot in der Tourismusbranche sei. Kollers Haupterkenntnis nach den neun Wochen: "Ich habe in jedem Beruf, den ich ausprobiert habe, gesehen, dass im Tourismus arbeiten heißt: Eine Mischung aus Teamarbeit, Kommunikation über alle Abteilungen aber auch Eigeninitiative und Eigenständigsein", sagt die "JobCheckerin". Sie habe auch tolle Glücksmomente der Gäste miterleben dürfen. 

Projektwoche für Lehrlinge könnte 2021 folgen

"Vielleicht gibt es im nächsten Jahr wieder etwas, wo man hineinschnuppern könnte", erklärt Projektleiterin Katie Tropper. Für das nächste Jahr ist zudem ein Lehrlingsprogramm geplant, wobei dies auch mit den aktuellen Entwicklungen rund um die Pandemie zusammenhänge. Falls es diese zulassen, soll es darum gehen, "dass Lehrlinge über den Tellerrand hinausschauen", erklärt Tropper. Potentielle Lehrlinge sollten sich dabei im Rahmen einer Projektwoche verschiedene Bereiche in den Betrieben genau ansehen können. Im heurigen Sommer waren 16 Lehrlinge in den "Kaiserschafts-Betrieben" in verschiedensten Bereichen beschäftigt. 

Arbeitsplatzqualität als Teil der Strategie 2024

Aber auch für den Tourismusverband Wilder Kaiser ist der „JobCheck“ ein relevantes Projekt – ist doch die Erhöhung der Branchenattraktivität bzw. die Steigerung der Arbeitsplatzqualität im Tourismus eines von fünf zentralen Handlungsfeldern in der Zukunftsstrategie der Region. „Für uns ist Tourismus kein Selbstzweck, sondern mit Tourismus soll die Lebensqualität aller hier lebenden, urlaubenden und arbeitenden Menschen verbessert werden. Projekte wie der ‚JobCheck‘, der von Jenny Koller und Katie Tropper mit sehr viel Engagement und Professionalität umgesetzt wurde, machen unsere Strategie 2024 greifbar und übertragen sie in die Praxis. Nur so werden wir es schaffen, unsere Zukunftsvisionen Schritt für Schritt zu verwirklichen", sagt TVB-Geschäftsführer Lukas Krösslhuber. 

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