"Drei" & "A1" & "Magenta"
Netzbetreiber präsentieren 5G in Wörgl & Alpbach

Wörgls Bürgermeisterin Hedi Wechner bekam von "Drei"-CEO Jan Trionow auch gleich einen 5G-fähigen Router, ohne den das ultraschnelle Netzvergnügen nicht beim Endverbraucher ankäme.
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  • Wörgls Bürgermeisterin Hedi Wechner bekam von "Drei"-CEO Jan Trionow auch gleich einen 5G-fähigen Router, ohne den das ultraschnelle Netzvergnügen nicht beim Endverbraucher ankäme.
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In Wörgl startet Mobilfunker "Drei" (Hutchinson) mit dem ersten flächendeckenden 5G-Netzausbau einer Stadt in Westösterreich. "A1" (Telekom Austria/América Móvil) zeigt in Alpbach in einer Österreich-Premiere zum ersten Mal 8K-Streaming über's 5G-Netz, "Magenta" (T-Mobile) zeigte Videotelefonie.

WÖRGL/ALPBACH (nos). Das Europäische Forum Alpbach ist besonders rund um die Technologie- und Wirtschaftsgespräche auch ein Schaulaufen innovativer heimischer Unternehmen und neuer Zukunftstechnologien. Die zeitliche und örtliche Nähe zum Forum nutzten am Dienstag, den 27. August auch Mobilfunker "Drei" und am 28. August in Alpbach die Telekom-Austria-Tochter "A1" für Präsentationen ihrer neuesten Technologien, die bald in die Breite gehen sollen. Im Mittelpunkt stand bei beiden Mobilfunkspezialisten der neue 5G-Netzstandard.

Win-Win-Situation für Unternehmen

"Drei"-CEO Jan Trionow stellte in Wörgl gemeinsam mit Bürgermeisterin Hedi Wechner den 5G-Ausbau in der Stadt vor. Nach der Linzer Innenstadt sowie einem Sender in Pörtschach (Ktn) soll nun in Wörgl – erstmals in Westösterreich – eine ganze Stadt den neuen Mobilfunkstandard bekommen. Kooperiert wird dafür mit den Wörgler Stadtwerken. Deren Geschäftsführer Reinhard Jenewein sieht darin eine "Win-Win-Situation" für beide Unternehmen, da für den 5G-Mobilfunk eine moderne Breitband-Glasfaser-Infrastruktur notwendig sei. Fünf Antennen werden im Wörgler Stadtgebiet dafür aufgerüstet, 5G-fähige mobile Endgeräte sind aktuell allerdings noch Mangelware, wie auch Trionow festhielt. "Drei" werde in den kommenden Wochen, wenn der 5G-Ausbau voranschreitet, die ersten Modelle und Tarife in den Verkauf bringen.

Start in den kommenden Wochen

Einen Vollausbau erwartet der CEO nach der zweiten Auktionsrunde für Sendefrequenzen, die im März 2020 stattfinden werde. Bis Jahresende peilt das Unternehmen die 5G-Vollversorgung von Linz und weiterer Regionen in ganz Österreich an. "Während die anderen Anbieter seit bald einem halben Jahr ihre 5G Pläne intensiv bewerben, setzen wir lieber Taten", so Trionow, "es ist damit zu rechnen, dass wir in den kommenden Wochen mit 5G an den Start gehen."
Bis dahin lädt "Drei" interessierte Kunden, Unternehmen und Institutionen in Linz, Pörtschach und Wörgl ein, sich für einen 5G-Test zu melden.

Die Mobilfunk-Sender von "Drei" werden in Wörgl nun für den 5G-Vollausbau aufgerüstet.
  • Die Mobilfunk-Sender von "Drei" werden in Wörgl nun für den 5G-Vollausbau aufgerüstet.
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"Die schnelle Internet-Anbindung ist einer der wichtigsten Zukunftsfaktoren für unseren Wirtschafts- und Bildungsstandort. Deshalb haben wir bereits vor zwanzig Jahren mit dem Aufbau eines stadteigenen Glasfasernetzes begonnen. Dank 5G sind wir nun früher als erhofft in der Lage, das gesamte Gemeindegebiet mit Highspeed-Internet zu versorgen", betonte Bgm Wechner. "Schon etwas stolz und eitel", zeigte sich die Bürgermeisterin bei der Präsentation und hofft auf positive Effekte für den Wirtschaftsstandort und auch zum Monitoring von Naturgewalten, etwa für die Echtzeitbeobachtung im Hochwasserfall.

400 Millionen Gigabyte bei "Drei" im ersten Halbjahr

Mit 5G entsteht ein Mobilfunknetz, das sämtliche Kommunikationsbedürfnisse befriedigen soll: von Haushalten bis zu "Industrie 4.0". Branchen sind etwa die Transportwirtschaft, Telemedizin, Industrie, Produktionslogistik und Landwirtschaft (Smart Farming), aber auch Angebote für private Haushalte wie die Computerspielindustrie mit Cloud-Gaming. Für die Netzbetreiber ist die fünfte Mobilfunk-Generation die einzige Möglichkeit, mit dem ständig wachsenden Datenbedarf effizient umzugehen, da das neue Frequenzspektrum eine starke Kapazitätserweiterung ermöglicht. Rund eine Million Datenverbindungen pro Quadratkilometer soll das 5G-Netz bewältigen. "Technisch ist es so, dass 5G über einen Frequenzbereich betrieben wird, den wir bereits jetzt schon nutzen", erklärt der "Drei"-CEO.

Außerdem soll 5G in Zukunft High-Speed-Übertragungsgeschwindigkeiten von 1 bis 10 GB/s ermöglichen. "Drei" ist der Telekommunikationsanbieter mit der höchsten mobilen Datennutzung in Österreich und zählt im mobilen Internet sogar zu den zwei führenden Anbietern weltweit. Allein im ersten Halbjahr 2019 sind knapp 400 Millionen Gigabyte über das "Drei"-Netz geflossen, etwa 50 Prozent aller mobilen Internetdaten laufen über das "Drei"-Netz, so Trionow.

Im März diesen Jahres teilten "Hutchison" und "Telefonica" mit, in Zukunft enger zusammen zu arbeiten. Die Unternehmen wollen koordiniert gemeinsam "großen Unternehmen und weltweiten Konzernen Festnetz-, Mobilfunk- und digitale Kommunikationslösungen anbieten."

"A1" streamt 8K-Video in Alpbach

Bei den Wirtschaftsgesprächen im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach 2019 streamt "A1" erstmals im deutschsprachigen Raum ein 8K Video über das A1 5G Netz und gibt damit "einen exklusiven Ausblick auf die Zukunft des Entertainments", so das Unternehmen, gemeinsam mit den Technologiepartnern Nokia und Samsung.

Gerade das Streamen von hochauflösendem 8K-Content wird die aktuellen Mobilfunknetze zunehmend vor technische Herausforderungen stellen: Sowohl die benötigte Übertragungs-Geschwindigkeit als auch das Übertragungsvolumen werden immens steigen. So kommt ein Hollywood-Blockbuster in 8K-Qualität auf über 100GB Datenvolumen, die das Netz zu bewältigen hat. Insbesondere die schnelle Entwicklung solch bandbreitenintensiver Anwendungen und der Trend zu Echtzeitanwendungen machen den zügigen und engmaschigen Ausbau von 5G unabdingbar.

„5G ist die Basis aller künftigen Entwicklungen des mobilen Internets und wird ungeahnte Möglichkeiten für neue Services eröffnen. Neben Industrieanwendungen, dem Internet der Dinge und der Echtzeit-Kommunikation für autonome Fahrzeuge oder Drohnen werden durch höhere Bandbreiten und schnelleren Reaktionszeiten auch für Privatkunden ganz neue Anwendungen möglich, etwa in den Bereichen Virtual Reality oder Cloud Gaming. Auch zur Versorgung des ländlichen Bereichs mit Gigabit-fähigen Anschlüssen wird 5G künftig eine zentrale Rolle spielen.“

CEO Thomas Arnoldner, A1 Group

„8K Video-Streaming wird zu den Anwendungen gehören, die maximale Bandbreiten benötigen. Hochauflösende Videos sind extrem datenhungrig und würden die bestehenden Netze an ihre Leistungsgrenzen bringen. Bei dieser Premiere zeigen wir, was im A1 5Giganetz alles möglich sein wird.“

CEO Marcus Grausam, A1 Österreich

5G in Alpbach

Als Vorbereitung zur Premiere in Alpbach hat "A1" die mobile Internet-Infrastruktur in der Tiroler Gemeinde massiv ausgebaut: Neben der Aufrüstung der 4 bestehenden Outdoor-Sendeanlagen mit 5G „Massive MiMo“-Antennen wurde das Forum Alpbach auch mit einer Indoor-Sendeanlage ausgestattet.
Damit sind nun auch im Gebäude Geschwindigkeiten von aktuell bis zu 1,2 Gbit/s möglich. Alle 5 Sendeanlagen sind mit 10Gbit/s Zuleitungen an das Internet angebunden. Im Laufe der nächsten Monate sollen hunderte weitere Gemeinden in ganz Österreich an das 5G-Netz angebunden werden.

Videotelefonie in 5G bei "Magenta"

Andreas Bierwirth, CEO Magenta Telekom, und Maria Zesch, CCO Business & Digitalization, Magenta Telekom, führten am Mittwoch den ersten 5G-Videocall Österreichs in Alpbach.

„Alpbach war und ist ein Ort, an dem in Österreich schon viele Innovationen begonnen haben. Mit dem historischen ersten 5G-Videocall Österreichs, zeigen wir als Magenta wie das 5G-Netz live funktioniert“, sagt Andreas Bierwirth, CEO von Magenta Telekom.
Der Grundstein für den ersten 5G-Videocall wurde durch die Investition von rund 60 Millionen Euro in die ersten 5G-Frequenzen gelegt. Zwischen 2018 und 2021 wird "Magenta Telekom" insgesamt rund eine Milliarde Euro investieren, um seine Breitbandinfrastruktur in Österreich weiter auszubauen. „Diese Investition stellt ein klares Bekenntnis zur digitalen Zukunft Österreichs dar, sowie zu unserem Kundenversprechen, die Besten bei Internet, Entertainment und Service zu sein“, so Bierwirth.

„Für unsere Kunden ergeben sich mit 5G ganz neue Möglichkeiten. Zum einen bringt es schnelles Breitbandinternet in ländliche Regionen wie Alpbach, zum anderen ermöglicht es neue Anwendungen für Industrie und Wirtschaft“, so Maria Zesch. Unter anderem könnten zukünftig Smart Cities mit intelligenten, autonomen Fahrzeugen, Robotern und Drohnen mit 5G verlässlich betrieben werden. Zu Hause, in Betrieben oder Schulen wird 5G dafür sorgen, dass sehr große Datenmengen transportiert werden können, wie sie von Anwendungen der Virtual und Augmented Reality oder für hochauflösendes 8K-Fernsehen benötigt werden.

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