19.10.2017, 18:31 Uhr

Rheuma – eine Volkskrankheit

OA Dr. Wolfgang Halder (r.), Leiter der Rheumaambulanz LKH Hochzirl, informierte im Rahmen des Mini-Med-Studiums über rheumatische Erkrankungen. Moderiert wurde der Abend von MR Dr. Maximilian Zimmermann (l.).

OA Dr. Wolfgang Halder, Leiter der Rheumaambulanz LKH Hochzirl, informierte im Rahmen des Mini-Med-Studiums über rheumatische Erkrankungen.

TELFS (tusa). Schmerzen in der Gelenken, Schwellungen und steife Finger am Morgen sind deutliche Anzeichen für rheumatische Erkrankungen. Allerdings verbirgt sich hinter dem Begriff eine Reihe von Krankheiten. „Rheuma ist ein Sammelbegriff für ca. 450 verschiedene Krankheiten, die in dieses Beschwerdegebiet fallen. Rheuma ist die zweithäufigste Ursache für Krankenstände und die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Frühpensionen in Österreich. Daher kann sie auch als Volkskrankheit bezeichnet werden“, so OA Dr. Wolfgang Halder, Facharzt für Allgemeinmedizin und Innere Medizin.

Ursachen und Formen

Eine fehlerhafte Zusammensetzung oder die Vermischung der Flüssigkeiten, die durch das menschliche Organsystem fließen, können zu rheumatischen Erkrankungen führen. Unterteilt werden rheumatische Erkrankungen in fünf Gruppen: Abnützungserkrankungen (Arthrose), entzündliche Gelenks- und Wirbelsäulenerkrankungen (Arthritiden), Weichteilrheumatismus, Pararheumatismus und Knochenstoffwechselerkrankungen. Der Schmerz, der empfunden wird, ist die Gemeinsamkeit dieser Erkrankungen.

Arthrose und entzündliche Gelenks-/ Wirbelsäulenerkrankungen

Unter Arthrose wird eine Abnützungserscheinung der Gelenke (vor allem an Knien, Hüftgelenken, Fingern, Wirbelsäule) verstanden. Verursacht durch die Überlastung der Gelenke durch Übergewicht, Fehlstellungen oder knöcherne Deformierung durch Knochenerkrankungen wie Osteoporose, entstehen Anlaufschmerzen am Beginn einer Bewegung und auch Belastungsschmerzen bei längeren Gehstrecken. Während Arthrose hauptsächlich im Alter auftritt, können entzündliche Formen der rheumatischen Erkrankungen aufgrund von genetisch bedingten Faktoren jede Altersgruppe betreffen. Dabei kommt es zu einer Entzündung der Gelenkskapsel. Dies führt dazu, dass das Gelenk aufgrund der Produktion von mehr Gelenkflüssigkeit anschwillt und das Gelenk stark geschädigt wird. Auch Bakterien oder Viren können Gelenkentzündungen auslösen, sodass bereits in der Früh beim Aufwachen Gelenke schmerzen und anschwellen.

Keine Heilung, aber unterstützende Maßnahmen

Rheumatische Erkrankungen können nicht geheilt werden. Allerdings ist es möglich, mithilfe von unterstützenden Maßnahmen die Schmerzen zu lindern. Während eine Arthrose durch Bewegungstherapie behandelt werden kann, sind bei entzündlichen Erkrankungen medikamentöse oder natürliche (Substanzen, die in Heilkräutern vorhanden sind und Nahrungsmittel mit entzündungshemmender Wirkung) Behandlungen möglich. Gezieltere Informationen und Beratungen: RheumaSchule Tirol.
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