03.11.2016, 12:53 Uhr

Innsbrucks Christbaum in Niederbreitenbach "geerntet"

Umleitung in Niederbreitenbach: Die Christbaumernte für den Innsbrucker Christkindlmarkt stand an
LANGKAMPFEN (nos). Über 100 Jahre stand die gut 25 Meter hohe Fichte in Niederbreitenbach, in den letzten 20 Jahren war sie in der Adventszeit als größter lebender beleuchteter Christbaum ein beliebter Blickfang am westlichen Ortseingang. "Wir haben uns entschieden, den Baum aus Sicherheitsgründen zu entfernen", erklärt Stefan Winkler. Lange habe man das in der Familie besprochen, schließlich konnte man einen "würdigen" Verwendungszweck für den besonders gerade gewachsenen Baum finden.
"Endstation ist jetzt der Christkindl Markt in Innsbruck", freut sich Winkler, "nach einigen Besichtigungen durch das Magistrat und Frau Bgm. Oppitz-Plörer hat Langkampfen grünes Licht zur Lieferung bekommen". Damit ist die Niederbreitenbacher Fichte der erste Unterländer Baum, der den Innsbrucker Christkindl Markt bereichern darf.

Am Morgen des 3. November ging's dem Riesen dann an den Stamm. Mitarbeiter der Forstabteilung im Magistrat der Landeshauptstadt machten sich daran, den Baum zu sichern, zu fällen und zurecht zu putzen, damit er im Anschluss seine Reise nach Innsbruck antreten konnte. Dabei verlor der stolze Koloss auch ein paar Meter an Höhe – mehr als 18 Meter darf er in der Innsbrucker Altstadt nämlich nicht messen. Doch nicht nur die Länge, auch die Breite des Baums stellte die Transporteure vor Herausforderungen. "Der Baum hat nach außen recht viele dünnere Äste, damit sollten wir ihn recht gut verzurren können. Wir dürfen mit dem Baum auf dem Auflieger nicht breiter als 4,5 Meter werden, damit auf dem Weg über die Autobahn nach Innsbruck alles reibungslos klappt", erklärte Martin Engl.
Die Kosten für Fällung und Transport teilen sich das Schwoicher Kran- und Transportunternehmen "Telekrane Engl", die Gemeinde Langkampfen und die Familie Winkler. Bürgermeister Andreas Ehrenstrasser sieht im Niederbreitenbacher Baum einen unvergleichlichen Werbeträger für seine Gemeinde in der Landeshauptstadt.
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