28.06.2017, 08:57 Uhr

Land Tirol setzt auf Familienförderung und flexible Kinderbetreuung

LH Günther Platter und Bildungs- und Familienlandesrätin Beate Palfrader. (Foto: Land Tirol/Sax)

Kindergeld plus wird einkommensabhängig

Die Familienförderungen des Landes leisten seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Tiroler Familien: „Uns geht es darum, Familien in Tirol die bestmögliche Unterstützung zu bieten – ob aus finanzieller Sicht oder hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Tirol ist ein familienfreundliches Bundesland, das wir durch verschiedene Maßnahmen und Initiativen stetig stärken“, hob LH Günther Platter. Gemeinsam mit Bildungs- und Familienlandesrätin Beate Palfrader präsentierte er die wesentlichen Eckpunkte des Familienpakets Neu: Die Richtlinien „Kindergeld Plus“, „Schulstarthilfe“ und „Schulveranstaltungsförderung“ sowie „Tagesbetreuung“ wurden evaluiert und überarbeitet: Fördersätze werden erhöht, Betriebstageseltern ermöglicht und einkommensschwache Familie besser unterstützt.

Anpassung einkommensabhängiger Förderungen

„In den vergangenen drei Wochen hat sich in der Familienlandschaft einiges getan. Mit den überarbeiteten Richtlinien wird die soziale Treffsicherheit der Förderungen verbessert. Damit geben wir vor allem finanzschwächeren Familien finanzielle Rückendeckung. Auch wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die Erweiterung einer bedarfsgerechten und flexiblen Betreuung gestärkt“, so LH Günther Platter und LRin Palfrader. Das Land Tirol investiert jährlich über 100 Millionen Euro in die Familienförderung und Kinderbetreuung, davon 7,6 Millionen Euro für Individualförderungen wie das Kindergeld Plus.

Höhere Einkommensgrenze bei Schulstarthilfe und Schulveranstaltungen

So werden die Einkommensgrenzen hinsichtlich der Förderungen „Schulstarthilfe“ und „Förderung zur Teilnahme an Schulveranstaltungen im Inland“ angehoben, wodurch „einkommensschwache Familien, für die der Schulstart oder die Teilnahme an Schulveranstaltungen eine finanzielle Herausforderung darstellen, unterstützt werden“, so LH Platter. Zusätzlich zur Erhöhung der Einkommensgrenzen wird der Fördersatz bei der Schulstarthilfe von 145 auf 150 Euro sowie bei der Schulveranstaltungsförderung von maximal 75 auf 125 Euro pro Kind und Schulveranstaltung (statt bisherigen 30 Prozent der Kosten sind 50 Prozent förderbar) erhöht. Von der Schulstarthilfe profitierten im vergangenen Jahr rund 16.000 Antragsberechtigte, mit der Schulveranstaltungsförderung wurden 1.800 AntragsstellerInnen unterstützt.

Mehr soziale Treffsicherheit beim Kindergeld Plus

Auch eine neue Richtlinie für das „Kindergeld Plus“ hat die Landesregierung heute beschlossen. Diese sieht eine Erhöhung des „Kindergeld Plus“ für einkommensschwache Familien von derzeit 400 auf 500 Euro pro Jahr und eine soziale Staffelung durch Festlegung von zwei Einkommensgrenzen vor. „Das Kindergeld Plus stellt eine wichtige Maßnahme des Landes Tirol dar, um Eltern beim Betreuungsaufwand für ihre Kinder in den zwei Jahren vor Eintritt in den Gratiskindergarten zu unterstützen. Durch die neue einkommensabhängige Staffelung wird die Förderung sozial treffsicher gestaltet. Zudem wird die Förderabwicklung durch die Möglichkeit der Einbringung von Online-Ansuchen vereinfacht und beschleunigt“, weist LRin Palfrader auf weitere Verbesserungen hin.

Betriebstageseltern als flexible Kinderbetreuungsform

„Bereits Anfang Juni haben wir die neue Richtlinie zur Förderung der Tagesbetreuung durch die Aufnahme der Ermöglichung von Betriebstageseltern erweitert. Der Arbeitsplatz als Kinderbetreuungsort verringert den Organisationsaufwand – die Tagesbetreuung ist generell eine wichtige Ergänzung zum bestehenden institutionellen Betreuungsangebot“, betonten LH Platter und LRin Palfrader unisono. Derzeit gibt es in Tirol 23 Betriebskindergärten, die knapp 500 Kinder betreuen; 192 Tageseltern betreuen rund 750 Kinder. Für die Förderung der Tagesbetreuung sind 2,7 Millionen Euro vorgesehen.
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