Maßnahmen
ASFINAG startet Arbeiten für die Sperre des Landecker Tunnels
- Im Oktober wird der Landecker Tunnel für acht Wochen gesperrt.
- Foto: Marion Prieler
- hochgeladen von Thomas Seelos
Mit ersten Bauarbeiten in Landeck beginnt die ASFINAG die Umsetzung der Begleitmaßnahmen für die im Herbst 2026 geplante Vollsperre des Landecker Tunnels. Ziel ist es, die Umleitungsstrecken bestmöglich auf die achtwöchige Sperre vorzubereiten und die Auswirkungen auf Verkehr, Bevölkerung und Wirtschaft so gering wie möglich zu halten.
LANDECK. Den Auftakt bildet der Baustart auf der L 76 im Bereich des „Schwarzen Adler“ in Landeck. Weitere Maßnahmen entlang der B 171 sollen noch im September folgen. Die Arbeiten sind Teil eines umfassenden Verkehrskonzeptes, das während der ersten Vollsperre des Landecker Tunnels ab 12. Oktober 2026 für einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss sorgen soll.
Bereits jetzt setzt die ASFINAG in den Gemeinden Landeck, Zams und Fließ verschiedene bauliche und verkehrstechnische Maßnahmen um. Dazu zählen die Errichtung zusätzlicher Umleitungs- und Hinweisschilder, Optimierungen bei den Bodenmarkierungen, bauliche Anpassungen an Engstellen sowie der gezielte Einsatz von Ampelanlagen.
„Wir wollen möglichst gut für die erste Sperre im Herbst vorbereitet sein und werden die Zeit auch nutzen, um die Bevölkerung und Wirtschaftstreibenden im Talkessel gut und umfassend zu informieren“,
so ASFINAG-Geschäftsführer Stefan Siegele.
„Festzuhalten ist jedoch auch, dass die von uns geplanten Sperren ab Herbst notwendig werden, weil wir etwa das Lüftersystem tauschen oder Querschläge zum Rettungstunnel herstellen. Das ist ausschließlich mit einer Vollsperre des Tunnels möglich. Bei der Sicherheit gibt es keine Kompromisse“,
so der zuständige Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH, Andreas Fromm.
Bauarbeiten liegen im Plan
Beim eigentlichen Großprojekt verläuft die Umsetzung weiterhin planmäßig. Die Projektallianz aus ASFINAG und ausführenden Bauunternehmen hat mittlerweile rund 2.500 Meter des künftigen Fluchtstollens ausgebrochen. Gleichzeitig stößt die bestehende Betriebs- und Sicherheitstechnik aufgrund der laufenden Arbeiten zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Kurzzeitige Anhaltungen des Verkehrs in den Morgenstunden nach nächtlichen Bautätigkeiten verdeutlichen, dass künftige Sperren insbesondere für Arbeiten an der Lüftungstechnik und den Querschlägen aus technischen und sicherheitsrelevanten Gründen unumgänglich sind.
„Wir investieren in modernste Sicherheits- und Betriebstechnik und schaffen mit dem Flucht- und Rettungstunnel ein deutliches Plus an Sicherheit. Der bisherige gute Baufortschritt ist die Basis dafür, dass wir das Lüftungs- und Sicherheitssystem Schritt für Schritt erneuern können. Gleichzeitig nutzen wir die kommenden Wochen weiterhin für gezielte Nachtsperren, um die Einschränkungen für den Tagesverkehr so gering wie möglich zu halten. Eines ist klar: Sicherheit hat Vorrang – und genau dafür bauen wir“,
so die Geschäftsführer einhellig.
Appell an Pendlerinnen und Pendler
Für die Dauer der ersten Vollsperre setzt die ASFINAG auch auf die Unterstützung der Verkehrsteilnehmenden. Insbesondere Pendlerinnen und Pendler werden ersucht, ihre Fahrzeiten nach Möglichkeit zeitlich zu entzerren. Um Bevölkerung und Wirtschaft laufend zu informieren, setzt die ASFINAG auf eine breite Kommunikationsoffensive. Für Anfang Oktober ist zudem eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant.
Die Arbeiten laufen über mehrere Jahre und sollen bis Ende 2030 abgeschlossen werden. Insgesamt investiert die ASFINAG rund 292 Millionen Euro in die Modernisierung und die weitere Erhöhung der Verkehrssicherheit im Landecker Tunnel.
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