Präsentation in Serfaus
Gipfelcharta sichert alpines Miteinander
- Harald Oblasser (Gruppe Forst, Land Tirol), LHSTv. Josef Geisler, Kornel Grundner und Stefan Mangott (beide Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen)
- Foto: Seilbahn Komperdell GmbH
- hochgeladen von Thomas Seelos
Mit gemeinsamen Werten und klaren Verhaltensregeln sollen Naturerlebnisse ermöglicht, Nutzungskonflikte reduziert und die heimische Bergwelt langfristig als Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum erhalten werden.
SERFAUS. Die Berge sind heute Treffpunkt unterschiedlichster Interessengruppen. Damit dieses vielfältige Nebeneinander funktioniert, braucht es Orientierung, gegenseitige Rücksichtnahme und ein gemeinsames Verständnis für den Umgang mit der Natur.
Genau hier setzt die Gipfelcharta „GEMEINSAM AM BERG – Erleben, Genießen, Bewahren“ der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen an. Sie soll Bewusstsein schaffen, Gäste zu verantwortungsvollem Verhalten motivieren und dazu beitragen, die alpine Landschaft für kommende Generationen zu sichern. Beim Lokalaugenschein in Serfaus wurde sichtbar, wie die Charta entlang der gesamten Gästereise präsent gemacht wird und wie sie dabei unterstützt, im Sinne eines respektvollen Miteinanders bewusste Entscheidungen zu treffen.
„Wenn wir heute über die Gipfelcharta sprechen, dann sprechen wir über einen weiteren Baustein unserer Qualitäts- und Nachhaltigkeitsoffensive im Bergsommer“,
betont Kornel Grundner, Sprecher der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen.
„Wichtig ist: Nicht die Kampagne allein zählt, sondern das dahinterstehende Versprechen. Alle Mitgliedsbetriebe verpflichten sich, Verantwortung zu übernehmen und ihre Gäste aktiv für nachhaltiges Verhalten am Berg zu gewinnen.“
Bei der Erarbeitung der Gipfelcharta wurde auf bestehende und bewährte Initiativen aus den Bundesländern zurückgegriffen. Dazu zählen unter anderem „Bergwelt Tirol – Miteinander erleben“, „Respektiere deine Grenzen“ sowie „In unserer Natur“.
„Man muss das Rad nicht neu erfinden“,
erklärt Grundner.
„Es gibt in den Bundesländern erfolgreiche Initiativen, die wir zusammengeführt haben. So konnten wir Leitlinien definieren, die überregional für ein respektvolles Miteinander am Berg gelten – von Vorarlberg bis in die Steiermark.“
Damit die Inhalte der Gipfelcharta möglichst viele Menschen erreichen, setzen die Bergbahnen auf eine konsequente Präsenz entlang aller Berührungspunkte mit den Gästen. Serfaus dient dabei als Beispiel dafür, wie die Charta in der Praxis umgesetzt wird. Von der Talstation über die Bergstation bis in den Erlebnispark Hög und die umliegenden Wandergebiete begegnet man den zentralen Botschaften immer wieder.
„Dieses Miteinander von Familien, Wandernden und Almwirtschaft funktioniert nur, wenn wir gemeinsame Spielregeln haben und ein Grundverständnis dafür, wie wir miteinander und mit der Natur umgehen. Die Gipfelcharta gibt uns dafür einen klaren Rahmen, ohne dass wir mit erhobenem Zeigefinger arbeiten“,
sagt Stefan Mangott, Geschäftsführer der Bergbahn Komperdell und Sprecher der BÖSB Tirol.
Die Charta macht diese gemeinsamen Werte sichtbar und verständlich.
„Wir müssen beides im Blick behalten: die Natur als Lebensraum und die Berge als Wirtschafts- und Erholungsraum. Das funktioniert nur mit guter Infrastruktur, gegenseitiger Rücksichtnahme und einem gemeinsamen Verständnis dafür, wie wir unsere Naturräume nutzen“,
so Landeshauptmann Josef Geisler.
Auch aus Sicht der Forstwirtschaft stellt die Gipfelcharta einen wichtigen Schritt dar.
„Wir arbeiten hier in Tirol seit Jahren daran, Nutzungskonflikte frühzeitig zu entschärfen und damit Bewirtschaftung und Naturerlebnisse langfristig zu sichern. In vielen Regionen haben wir bereits einen konstruktiven Dialog zwischen Forst, Landwirtschaft, Jagd und Tourismus aufgebaut – für ein respektvolles Miteinander“,
meint Harald Oblasser, Vorstand der Gruppe Forst des Landes Tirol.
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