Berichterstattung
Medien verwechseln Ischgl mit Nachbardorf See

In Medienberichten über Ischgl musste die Gemeinde See im Paznaun und die dortige Pistenbeschneiung als Kulisse herhalten. | Foto: Othmar Kolp
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ISCHGL, SEE (otko). Ihre Berichterstattung über Ischgl illustrieren Medien mit Fotos bzw. Filmmaterial aus See im Paznaun. In der kleinen Gemeinde zeigt man sich verwundert.

Weiterhin in den Negativschlagzeilen

Die Paznauner Tourismusmetropole Ischgl, die in den internationalen und nationalen Medien im Frühjahr "Corona-Hotspot" tituliert wurde, kommt trotz aller Bemühungen nicht aus den Negativschlagzeilen. Auch in der aktuellen Diskussion über ein Verbot von Skiurlauben, das von Italien und Bayern gefordert wird, kommt immer wieder der Name vor. Besonders der bayerische Ministerpräsident Markus Söder versucht sich bei jeder Gelegenheit mit seinem "Ischgl-Bashing" und seinen Warnungen vor "einem zweiten Ischgl" im Vorfeld der Bundestagswahlen zu profilieren. Ein Brief des TVB Paznaun-Ischgl an den Ministerpräsidenten mit der Bitte diese "unfairen Vergleiche" zu unterlassen sowie eine persönliche Einladung nach Ischgl blieben bisher unbeantwortet – die BEZIRKSBLÄTTER berichteten.

In Medienberichten über Ischgl musste die Gemeinde See im Paznaun und die dortige Pistenbeschneiung als Kulisse herhalten. | Foto: Othmar Kolp
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Schneekanonen im Ahle als Ischgl

Welche seltsame Blüten manchmal auch die nationale Berichterstattung spielt, zeigte sich vergangene Woche. Für Verwunderung sorgten hier zwei Medienberichte. Die "Kleine Zeitung" titelte online "Causa Ischgl VSV geht von ersten Prozessterminen Anfang des Jahres aus". In dem Artikel wurde über die weitere Klagsstrategie des Verbraucherschutzvereins berichtet. Illustriert ist der Artikel allerdings mit einem Foto aus der Gemeinde See im Paznaun, wo das Dorf und die Beschneiung der Talabfahrt im Ahle zu sehen ist. Die Bildunterschrift lautet: "In dem Tiroler Wintersportort Ischgl war es zu einem größeren Ausbruch des Coronavirus SARS-CoV-2 gekommen."

"Das vermeintliche Ischgl": Die Pistenbeschneiung der Bergbahnen See im Ortsteil Ahle.  | Foto: Othmar Kolp
  • "Das vermeintliche Ischgl": Die Pistenbeschneiung der Bergbahnen See im Ortsteil Ahle.
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Auch in der ORF-Nachrichtensendung "Zeit im Bild 1" wird am 28. November von einem möglichen Ski-Lockdwon berichtet. Im Bericht "Gerangel um Ski-Lockdown" wird von den Vorbereitungen auf die Skisaison berichtet. Auch hier wird im TV-Beitrag von Ischgl geredet. Zu sehen sind allerdings keine aktuellen Bilder vom bekannten Paznauner Wintersportort. Auch hier werden die Schneekanonen aus dem Ahle in See als "vermeintliches Ischgl" gezeigt.

In der Gemeinde See sorgen die Medienberichte für Verwunderung. | Foto: Othmar Kolp
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Erheiterung und Kopfschütteln in See

Solch eine ungewohnte Aufmerksamkeit sorgt in See aber für Kopfschütteln. Zwar liegt die Gemeinde wie Ischgl ebenfalls im Paznaun und man ist im selben Tourismusverband organisiert. Trotzdem haben die beiden Orte, die 15 Kilometer auseinander liegen, sonst in Sachen Wintertourismus wenig gemeinsam. In See, das am Talanfang liegt, hat es mit seinem Familienskigebiet schon bisher keinen Aprés-Ski gegeben und auch ansonsten geht es eher beschaulich zu. Die Verwechslung mit dem großen Nachbar Ischgl sorgt daher für Erheiterung. Hinter vorgehaltener Hand ist im Ort zu hören, dass manche Medien in ihrer Berichterstattung wohl sorgfältiger recherchieren sollten. Oftmals dürfte der Weg nach Ischgl dann doch für das passende Motiv zu weit sein.

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In Medienberichten über Ischgl musste die Gemeinde See im Paznaun und die dortige Pistenbeschneiung als Kulisse herhalten. | Foto: Othmar Kolp
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