Kraftwerk Stanzertal: Vorzeigeprojekt wurde eröffnet

Offizielle Inbetriebsetzung der Turbinen: GF Michael Hold, LH Günther Platter, Bgm. Roland Wechner und Bgm. Harald Sieß.
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STRENGEN (otko). Nur fünf Jahre sind von der Idee bis zur Eröffnung des Kraftwerkes Stanzertal vergangen. Nachdem ein niederösterreichischer Projektwerber auf den Plan trat, hat der Tiroler Projektentwickler Infra zusammen mit den Gemeinden St. Anton, Pettneu, Flirsch, Strengen sowie mit dem Oberländer Energieversorgungsunternehmen EW-Reutte, EWA St. Anton und Stadtwerke Imst das Heft in die Hand genommen. Am Freitag wurde das Wasserkraftwerk im Beisein zahlreicher Einheimischer von den Vertretern der Politik mit einem Festakt beim Krafthaus in Strengen feierlich eröffnet. Für die Umrahmung sorgten die Musikkapelle und die Schützenkompanie.
"Ich habe heute eine riesige Freude – das muss euch erst einmal jemand nachmachen. Es ist ein richtiges Tiroler Projekt und ich bin froh, dass die Bauarbeiten im eigenen Land vergeben wurden", gratulierte LH Günther Platter. In diesem Zusammenhang lobte er auch das Engagement von GF Jakob Klimmer, der "ständig unter Strom gestanden ist." Wichtig sei, dass die Bevölkerung in den einzelnen Gemeinden mitgenommen werden müsse. "Nicht jeder Bach muss verbaut werden, aber der vernünftige Ausbau der Wasserkraft zusammen mit der Energiewende haben absolute Priorität", verwies Platter auf die Projekte GKI, Sellrain-Silz und Kaunertal.
Infra-GF Wolfgang Widmann dankte nochmals allen Beteiligten: "Wir haben in einer 27-monatigen Bauzeit ein umweltfreundliches und wirtschaftliches Kraftwerk geschaffen, bei dem die Wertschöpfung in Tirol bleibt. Auch die geplanten Baukosten von 58 Millionen Euro werden unterschritten." Auch für Klaus Schmitzer, Vorstand der EW-Reutte, ist das Kraftwerk ein Musterbeispiel der Zusammenarbeit: "Die innertiroler Westachse mit Imst, Landeck und Reutte hat hier hervorragend funktioniert."

Meilenstein für das Stanzertal

Für Bgm. Harald Sieß steckt der Erfolg dieses zukunftsweisenden Projektes in der Gemeindebeteiligung. "Das Kraftwerk ist daher in den Gremien und in der Bevölkerung von Anfang an auf große Akzeptanz gestoßen."
Seit Ende Oktober 2014 liefert das Kraftwerk Stanzertal sauberen Strom aus Wasserkraft. Das Kraftwerk ist das erste in Österreich, das der neuen Wasserrahmenrichtlinie entspricht. Gesellschafter der Wasserkraft Stanzertal GmbH sind die Stanzertaler Gemeinden St. Anton, Pettneu, Flirsch und Strengen (jeweils 6,25 Prozent), die Gemeinde Zams (5 Prozent) sowie die Elektrizitätswerke Reutte AG (34 Prozent), die Energie- & Wirtschaftsbetriebe St. Anton GmbH (11 Prozent), die Stadtwerke Imst (15 Prozent) und Projektentwickler Infra (10 Prozent).

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