23.06.2017, 14:44 Uhr

Fleißbildchen von Maria Spötl erobern Schloss Landeck

Martha Guggenbichler, Franz Geiger, Bgm. Wolfgan Jörg, Christoph Wachter und Christian Rudig.
LANDECK. Der Bezirksmuseumsverein Landeck zeigt seit Donnerstag auf Schloss Landeck eine umfassende Ausstellung über die fast vergessene Landecker Malerin Maria Spötl, die 1898 in der Landecker Malserstraße auf die Welt kam. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert, die in konzentrierter Form im Herbst in der Erlebnisburg Altfinstermünz gezeigt wird. Als Kurator fungierte Franz Geiger: "Viele Leihgaben haben diese Ausstellung erst ermöglicht. Darunter auch Leihgaben von Martha Guggenbichler, der heutigen Rechteinhaberin des ehemaligen Verlages von Maria Spötl."
Maria Spötl (geb. 15. September 1898 in Landeck, gest. 29.7.1953 in Schwaz) besuchte die Volksschule Landeck-Angedair bis sie am 1. Oktober 1905 nach Schwaz übersiedelte, wo ihr Vater eine Stelle als Postmeister erhielt. Die Wohnung war im Enzenbergischen Palais, das im Volksmund Grafeneck genannt wird. Dort lebte und arbeitete Maria Spötl bis an ihr Lebensende.
Zu sehen sind in der Ausstellung auf Schloss Landeck nicht nur zahlreiche Fleißbildchen und Karten, die weltweit verbreitet wurden, sondern auch Holzschnitzereien, Göbl-Porzellanfiguren und eine Ausschneidekrippe.
Verschidene Dokumente und Bilder aus ihrem Leben, Stationen der Ausbildung oder den Stammbaum ihrer Eltern sowie über ein Dutzend Originale, die von zahlreichen privaten Leihgebern zur Verfügung gestellt wurden, runden die Ausstellung ab. "Ohne Unterstützung der Maria Spötl Sammlerin Martha Guggenbichler und dem Rabalderhaus Schwaz wäre die Ausstellung nicht möglich gewesen", so das Team von Bezirksmuseumsverein Landeck, das zur Vernissage u.a. auch Bgm. Wolfgang Jörg, Kulturreferent Jakob Egg, GR Gabi Greuter, Künstler Erich Horvath begrüßen konnte.
Die umfassende Ausstellung der „fast vergessenen" Landecker Künstlerin ist noch bis zum 23. Juli 2017 auf Schloss Landeck zu sehen.

Fleißbildchen

Bis in die 1970er-Jahre war die Verteilung von Fleißbildchen in den Schulen eine weit verbreitete Sitte. Überreicht vom Lehrer an den Schüler für Dinge, die man gut gemacht hat. Oder einfach für’s Brav sein. Die Fleißbildchen der Tiroler Künstlerin Maria Spötl mit den singenden und lachenden Engeln, putzigen Kindern, dem Jesukind oder Heiligenfiguren waren insbesondere der Generation 50-plus ein treuer Begleiter. Maria Spötls Bildchen und Kärtchen fanden einst millionenfache Verbreitung. Und sie sind auch heute noch unter Sammlern begehrt.

Für den guten Zweck

Martha Guggenbichler stellt den Erlös aus dem Verkauf von Spötlbildchen der internationalen Hilfsorganisation „Jugend Eine Welt“ zur Verfügung. Jugend Eine Welt fördert unter dem Motto „Bildung überwindet Armut“ seit 20 Jahren weltweit benachteiligte Kinder und Jugendliche – ganz im Sinne von Maria Spötl, die Zeit ihres Lebens einen großen Teil ihres Einkommens für wohltätige Zwecke und Menschen in Not ausgegeben hat.
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