08.11.2016, 10:50 Uhr

Winter auf der Arlberg Schnellstraße

Autobahmeister Stefan Falch und sein Team sind gerüstet.

Der ASFINAG-Winterdienst am Arlberg ist für einen Wintereinbruch gerüstet.

ST. ANTON (otko). Einen ersten Gruß vom Winter gab es bereits am vergangenen Wochenende. Die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei St. Jakob am Arlberg konnten zeigen, dass sie die Lage im Griff haben.
"Man darf nicht vergessen, dass die S16 Arlberg Schnellstraße bis auf 1.200 Meter Seehöhe verläuft. Das bedeutet, dass auf der Gebirgsschnellstraße, die großteils auf der Schattseite verläuft, mit langen Winterdienst-Zeiten zu rechnen ist", erläutert Stefan Falch, der seit 1. Okober als Leiter der Autobahnmeisterei St. Jakob tätig ist. Zusammen mit seinen Mitarbeitern ist er verantwortlich, dass die 62,2 Kilometer zwischen Zams und Bludenz auch bei widrigsten Bedingungen befahrbar sind. Bereits am 1. November hat der reguläre Winterdienst begonnen. 27 Mitarbeiter der Autobahnmeisterei arbeiten im Winterdienst jeden Tag bis Ende März - je nach Witterungslage auch bis in den April hinein - in drei Sichten zu acht Stunden. Auf der Tiroler Seite der S16 stehen vier ASFINAG-Winterdienst-LKW plus ein externer Frächter, der die Spitzen abdeckt, zur Verfügung. Weitere vier ASFINAG-Fahrzeuge plus vier externe Frächter kümmern sich um die Vorarlberger Seite.
"Neben der Schneeräumung ist vor allem die Präventivstreuung mit Salz wichtig. Da die S16 im Winter großteils im Schatten liegt, gibt es eine gefährliche Reifbildung. Daher werden jetzt schon Brücken und Abfahrten wie z.B. jene in Schnann gestreut", informiert Falch. Dafür steht derzeit ein Lagerbestand von 1.400 Tonnen Salz zur Verfügung, der auf insgesamt fünf Salzsilos verteilt ist.
Ein wichtiger Faktor für die Planung sind die Wetterprognosen, die von der Austro Control in ein eigenes Computersystem eingespielt werden. Auch spezielle Messsensoren entlang der Fahrbahn geben über Schneemenge, Feuchtigkeit, Temperatur und Salzgehalt Auskunft. "Ein wichtiger Punkt für die Sicherheit bleibt aber bei den Verkehrsteilnehmern selbst, die sich auf die Fahrverhältnisse einstellen und vorbereiten sollen", betont Falch.
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