17.10.2016, 09:45 Uhr

"Go West": Nachtschiene soll ausgebaut werden

An Samstagen, Sonn- und Feiertagen sollen zusätzliche Bahnverbindungen für Nachtschwärmer und Schichtarbeiter bereitgestelt werden. (Foto: ÖBB)

Einigung über Finanzierung fehlt noch: Öffi-Nachtangebot soll mit Fahrplanwechsel 2017 bis nach Landeck ausgebaut werden.

BEZIRK LANDECK. Mit bereits über 35.000 Fahrgästen hat sich die seit Dezember letzten Jahres verkehrende Nachtschiene im Tiroler Unterland als Erfolgsmodell herausgestellt. Drei Züge fahren nach Mitternacht von Innsbruck durch das gesamte Tiroler Unterland und zwei Züge von Kufstein in Richtung Landeshauptstadt. Das Tiroler Angebot eines Regionalzuges für NachtschwärmerInnen über eine Strecke von 75 Kilometern soll, wenn eine Einigung mit den Gemeinden im Tiroler Oberland hergestellt werden kann, mit Fahrplanwechsel im Dezember 2017 auch nach Westen ausgebaut werden. Eine Nachtschiene bis Landeck brächte dem Inntal ein nächtliches Öffi-Angebot auf 150 Kilometern Bahn. Im Auftrag von LHStvin Ingrid Felipe lädt deshalb das für Verkehrsplanung zuständige Sachgebiet des Landes die BürgermeisterInnen aus den 26 betroffenen Gemeinden im November ein. Für viele Gemeinden deren Bahnhöfe und Haltestellen ohnehin in unmittelbarer Nähe zu den Häusern liegen, wäre die Nachtschiene ins Oberland ein Riesengewinn. Für Bahnhöfe die nicht in der Nähe der Wohngebiete liegen, braucht es sinnvolle Verteilerangebote mit Bussen oder Taxis.
„Ich freue mich sehr, wenn wir hier Schritt für Schritt weiterkommen. Mir ist ein nächtliches Öffi-Angebot sowohl für NachtschwärmerInnen, als auch für Menschen mit sehr frühen Arbeitszeiten, ein ganz wichtiges Anliegen“, sagt die für Mobilität zuständige LHStvin Felipe. Nicht nur im Zentralraum, sondern zum Beispiel auch im Bezirk Lienz habe man zuletzt einen Bus-Nightliner aufgebaut und im Mai 2016 nach der nächtlichen Wochenendverbindung Matrei-Lienz auch eine nächtliche Wochenendverbindung Sillian-Lienz geschaffen.

Was zu lösen ist

Was das Tiroler Oberland betrifft, hofft Ingrid Felipe, die bereits geäußerten Bedenken einiger Bürgermeister gemeinsam ausräumen zu können. Die von VerkehrsplanerInnen und BürgermeisterInnen zu lösende Frage ist der Ersatz für den bestehenden Bus-Nightliner im Tiroler Oberland. Denn die sinnvollen Verteilerangebote von den Bahnhöfen in die Wohngebiete, müssen erst geschaffen werden. Weil aber im Unterland eine gute Lösung für eine ähnliche Problematik gefunden werden konnte und die Nachtschiene dort mit bisher über 35.000 Fahrgästen in nur zehn Monaten ein voller Erfolg ist, zeigt sich LHStvin Felipe optimistisch, dass es für die Nachtschiene im Dezember 2017 „Go West“ heißt.
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