Familienverband als Suchtmitteldealer in Leibnitz ausgeforscht

Österreichischer Polizeiwagen

Ein 54-Jähriger aus dem Bezirk Leibnitz steht im Verdacht, sich nach einem Bandscheibenvorfall vor rund 25 Jahren hohe Dosen an Morphin- und Schlaftabletten verschrieben haben zu lassen, um diese in der Folge unter anderem gewinnbringend zu verkaufen. Dabei überzeugte er vor rund zehn Jahren auch seine 47-jährige Lebensgefährtin von diesem „Geschäftsmodell“. Auch sie klagte gegenüber Ärzten über ständige Schmerzen, um derartige Tabletten verschrieben zu bekommen. Beide lehnten Therapien stets ab.

Lediglich ein geringer Teil der Medikamente wurde von den beiden Tatverdächtigen auch tatsächlich eingenommen. Einen Großteil der Tabletten verkauften sie an Abnehmer in Graz und Leibnitz. Dabei agierten vor allem die Kinder des 54-Jährigen, zwei in Graz lebende Töchter im Alter von 33 und 31 Jahren sowie der 22-jährige Sohn, als Verkäufer. Der 22-Jährige aus dem Bezirk Leibnitz steht zudem im Verdacht, sich durch den Verkauf von rund eineinhalb Kilogramm Marihuana eine Einnahmequelle verschafft zu haben.

Vier der Tatverdächtigen wurden bereits am 27. Oktober 2017 über Auftrag der Staatsanwaltschaft Graz und mit Unterstützung von Beamten der Suchtmittelgruppe Weiz und der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) des Landeskriminalamts Steiermark festgenommen. Die 31-Jährige konnte erst in der Folge als Tatverdächtige ermittelt werden. Bei den Hausdurchsuchungen stellten die Polizisten neben Tabletten und Bargeld auch eine illegale Faustfeuerwaffe sicher.
Die monatelang andauernden Ermittlungen ergaben nun, dass der Familienverband rund 239.000 Euro durch den Handel mit Medikamenten am „Schwarzmarkt“ verdiente. Die Tatverdächtigen sind lediglich teilweise geständig. Der 54-Jährige und seine 33-jährige Tochter befinden sich nach wie vor in Untersuchungshaft.

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