Montanuniversität Leoben forscht an alternativen Wickelfolien

Die Montanuniversität Leoben forscht an alternativen Wickelfolien für den Transport.
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Ressourceneffizienz spielt eine große Rolle. Die Montanuniversität Leoben rückt deshalb Kunststoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe verstärkt in den Mittelpunkt.

LEOBEN. Ein bekanntes Bild: Paletten sind für den Transport mit Unmengen an Folien umwickelt, die danach in den Müll wandern. In Europa werden jährlich rund 25,8 Millionen Tonnen Plastikabfall produziert, wobei 59 Prozent davon auf den Bereich der Verpackungen, inklusive Palettenverpackungen, entfallen.

Neu strukturierte Folien

Plastik als herkömmlicher Kunststoff basiert zu einem Großteil auf fossilen Rohstoffen. Eine Substitution durch biobasierte Kunststoffe im Sinne der Nachhaltigkeit ist notwendig. „Derzeit wird massiv Geld in die Erforschung und Entwicklung neuer biobasierter Kunststoffe gesteckt, diese sind jedoch preislich noch nicht konkurrenzfähig“, erläutert Michael Feuchter vom Lehrstuhl für Werkstoffkunde und Prüfung der Kunststoffe an der Montanuniversität Leoben. Deswegen wird derzeit intensiv an verbesserten Strukturen gearbeitet. Mithilfe von biobasierten Kunststoffen soll es zu einer Materialeinsparung von 30 Prozent kommen. 

Verschiedene Forschungsaspekte

Zuerst werden die Bedingungen des Verpackungs- und Transportprozesses analysiert und die Anforderungen an das Folienmaterial verifiziert. Anschließend werden die bereits verfügbaren biobasierten Materialien getestet, ob sie als Ersatzstoffe geeignet sind. Nach umfangreichen Analysen und Untersuchungen, wird eine Folie im Labormaßstab erzeugt. Mithilfe von mathematischen Modellierungen soll ein finales Produkt gefunden werden, das den spezifischen Eigenschaften entspricht. In weiterer Folge soll auch ein adaptives Wickelkonzept  entstehen. Damit soll gewährleistet werden, dass immer nur genau so viel Folie wie nötig verwendet wird. Schlussendlich soll sichergestellt werden, dass eine sinnvolle Kosten-Nutzen-Rechnung sowohl für Produktions- als auch für Transportindustrie gegeben ist.

Projektpartner

Das vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie geförderte Projekt wird von der Fraunhofer Austria Research Gesellschaft geleitet. Der Lehrstuhl für Werkstoffkunde und Prüfung der Kunststoffe der Montanuniversität Leoben ist wissenschaftlicher Partner. Weitere Partner sind Lenzing Plastics GmbH & Co KG, das Institut für Angewandte Physik der Technischen Universität Wien, AN-COR-TEK Ltd. sowie Pamminger Verpackungstechnik GesmbH.

Autor:

Verena Riegler aus Leoben

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