26.10.2017, 18:36 Uhr

Graduierungen, Preisverleihungen und Ehrungen an der Montanuniversität

Rektor Wilfried Eichlseder mit Peter Uggowitzer, dem neuen Professor für Legierungsdesign von Leichtmetallen (v.l.). (Foto: Montanuniversität Leoben)

Im Zuge eines akademischen Festaktes wurden Absolventen verabschiedet und neues Lehrpersonal begrüßt.

LEOBEN. Beim Herbsttermin im feierlichen Rahmen des Erzherzog-Johann-Auditoriums wurden von der Alma Mater Leobiensis 49 neue Diplom-Ingenieure in die Berufswelt entlassen sowie 15 Doktoren der montanistischen Wissenschaften promoviert.
Dietmar Gruber wurde als frischgebackener Privatdozent für Gesteinshüttenkunde vorgestellt, Franz Kessler, Universitätsprofessor für Fördertechnik, wurde von der Festgemeinde in den Ruhestand verabschiedet.
Mit einer Honorarprofessur zeichnete die Montanuniversität Wolfgang Nachtmann aus, der seit mehr als 14 Jahren Lehrveranstaltungen im Bereich der Geologie und des Erdölwesens an der Montanuniversität abhält. Dieser Ehrentitel wird an Personen verliehen, die sich durch besondere Lehr- und/oder Forschungstätigkeit auszeichnen.

Neuer Professor

Als neuer Universitätsprofessor für Legierungsdesign von Leichtmetallen wurde Peter Uggowitzer vorgestellt. Seit Anfang August unterstützt er den Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie der Montanuniversität vor allem im Bereich Lehre. Der gebürtige Kärntner war einer der ersten Absolventen der Studienrichtung Werkstoffwissenschaft in Leoben. Schon bald nach seinem Doktorat, für das er einige Monate an der Universität Lausanne verbracht hatte, folgte der Ruf an die ETH Zürich, wo 1981 die Studienrichtung Materialwissenschaft neu eingeführt worden war. Uggowitzers Forschungsarbeit umfasst ein breites Spektrum von Stählen zum Legierungsdesign von Leichtmetallen. Insbesondere beschäftigte er sich mit hochfesten Aluminium- und Magnesiumlegierungen.


Forschungsbereich

Bei Aluminium sind vor allem seine Forschungsarbeiten zum Thema Aushärtungskinetik von industriellem Interesse. Die von ihm mitentwickelten Magnesiumlegierungen sind für die moderne Medizintechnik von großer Bedeutung: Daraus werden medizinische Implantate entwickelt, die sich nach getaner Arbeit selbst im Körper auflösen. Die Beiträge seiner Forschungsarbeit sind in ca. 200 referierten Veröffentlichungen, in einem Buch und 24 Patenten dokumentiert. Uggowitzer war zudem lange Zeit Mitglied des Aufsichtsrates der AMAG (Austria Metall AG) und ist derzeit der Vorsitzende des wissenschaftlich-technischen Beirates dieses Unternehmens. Die Rückkehr Uggowitzers an seine Heimatuniversität bedeutet eine nachhaltige Stärkung im Bereich der Nichteisenmetallurgie.

E-Mobilität im Fokus

Neben den Graduierungen, Preisverleihungen und Ehrungen stand die akademische Feier ganz im Zeichen der E-Mobilität. So bot Rektor Wilfried Eichlseder in seiner Festansprache einen Überblick über Vor- und Nachteile von Elektroautos sowie über den Beitrag, den Leobener Wissenschaftler zur Weiterentwicklung verschiedener Fahrzeugkonzepte und Energiebereitstellungsformen leisten können.
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