29.11.2016, 15:27 Uhr

Leoben als Musterbeispiel für gute Integration

Marian Pink, Erika Augustin, Margit Keshmiri, Robert Konrad sowie Sophie Zeiler-Mahrous (v.l.) berichteten über die Integration von Asylwerbern in Leoben.

Die Stadt Leoben ist durch eine gute Vernetzung beispielgebend für optimale Integration von Asylwerbern. Ein Rück- und Ausblick auf die umfangreiche Arbeit.

LEOBEN. Nach einem Jahr Flüchtlings- und Integrationsarbeit in Leoben können die Verantwortlichen positive Bilanz ziehen: Zahlreiche Leobener haben ihre Unterstützung für Asylwerber angeboten, durch Aktivitäten, aber auch das Patenschaftsprojekt der Plattform für Asylwerber konnte eine gute Verbindung der Asylwerber mit der Leobener Bevölkerung hergestellt werden. Das berichteten Gemeinderätin Margit Keshmiri, Integrations- und Flüchtlingsbeauftragte, Erika Augustin, Sophie Zeiler-Mahrous und Marian Pink von der Plattform für Asylwerber sowie Robert Konrad vom Verein Zebra bei einem Pressegespräch. „Wir beraten im Zuge des Projektes ‚Zusammenleben in Qartier und Gemeinde‘ rund 90 steirische Gemeinden, Leoben ist aber ein Musterbeispiel in der Steiermark. Es ist erstaunlich, welchen Einsatz ehrenamtliche Helfer hier leisten und wie gut die Vernetzung klappt“, betonte Robert Konrad, der mit seinem Team des Vereines Asylwerbern unter anderem Rechtsberatung und Therapien anbietet. Das beweise, dass, wenn man gut aufgestellt sei, alles möglich ist. Und Leoben sei „gut aufgestellt“. Nämlich durch die Zusammenarbeit von Gemeinde, der Plattform für Asylwerber, dem Berufsförderungsinstitut (Bfi) und den vielen Ehrenamtlichen. "Hier möchte ich die Plattform hervorheben. Ohne sie und ihre vielen Mitarbeiter könnte die Hilfe nie so funktionieren, wie sie es tut", betonte Margit Keshmiri.


Pläne für die Zukunft

Wie Keshmiri erzählte, habe sich das Tätigkeitsfeld während der vergangenen Monate stark verlagert: „Haben wir am Anfang unterstützend beim Aufbau von Strukturen gewirkt, später Helfer vernetzt und Kontakte aufgebaut, sind wir künftig damit konfrontiert, Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten für Asylwerber zu finden. Für Asylberechtigte wird ein freiwilliges Integrationsjahr, ein Arbeitstraining, initiiert.“ Zudem soll es Informationsveranstaltungen für mehr Bewusstseinsbildung zum Thema Müllentsorgung sowie sportliche, gesellschaftliche und kulturelle Projekte geben. Vom Bfi Leoben werden ab kommendem Jahr Basiskurse für Frauen angeboten. 57 Jugendliche nehmen derzeit schon an Kursen als Vorbereitung für den Pflichtschulabschluss teil, manche haben bereits eine Lehre begonnen. Was sich Keshmiri für die Zukunft wünscht ist, eine noch schnellere und effiziente Integration der Asylwerber „als Basis für ein gutes Zusammenleben in Leoben.“ Erika Augustin fügte hinzu: „Und Paten“, denn sie seien die beste Verbindung zur Bevölkerung. Der derzeitige Stand der Asylwerber in Leoben beträgt 110. „Die meisten Asylwerber, die einen positiven Bescheid bekommen haben, verlassen Leoben. Wir haben aber festgestellt, dass manche von ihnen nach einiger Zeit wieder hierher zurückkehren“, sagte Keshmiri.
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