Ein Triathlet mit Hang zum guten Essen

Ins Gasthaus lockt Franz Zach gutes Essen. Von der Stammtischpolitik hält er nicht so viel.
  • Ins Gasthaus lockt Franz Zach gutes Essen. Von der Stammtischpolitik hält er nicht so viel.
  • hochgeladen von Petra Schuster

 Diesmal haben wir uns mit Franz Zach, dem Bürgermeister der Gemeinde Öblarn auf ein "Süppchen" getroffen.

Mit einer Halbzeitösung als Bürgermeister in den Jahren 2009/ 2010 haben Sie gestartet. Jetzt sind sie seit 2015 Bürgermeister dieser Gemeinde. Welchen Aufgaben stellen Sie sich außerdem?

Eigentlich bin ich Triathlet (lacht herzlich). Ich schaue zwar nicht so aus, aber ich bin in der Gemeinde, arbeite bei der "Granit" als Zimmerer und habe zuhause eine Landwirtschaft. Eigentlich wird sie ja von meiner Frau betrieben.

Ich muss bemerken, dass viele Politiker zum Ausgleich eine Landwirtschaft betreiben. Was glauben Sie, warum ist das so?

Die Landwirtschaft bietet einen Ausgleich zu dem ganzen Trubel während der Arbeitszeit. Unter Tieren zu sein bedeutet die Aufmerksamkeit genau auf den Moment zu richten. Da vergesse ich alles um mich und schalte den Kopf aus. Die Arbeit an sich, fällt mir dann gar nicht so auf. Ich persönlich habe die Landwirtschaft geerbt. Da ich ein sehr traditionsbewusster Mensch bin, wollte ich sie natürlich einfach weiterführen. Und dann denke ich mir noch, dass ich, wenn ich eines Tages nicht mehr arbeite, Arbeit brauche.

In Öblarn findet man noch viel Tradition. Vom Ortsbild bis zu den Veranstaltungen. Wie wichtig ist Ihnen persönlich Tradition?

Mir ist Tradition extrem wichtig. Wir haben alle fünf Jahre unser traditionelles Festspiel und das alljährliche Öblarner Krampusspiel. Wir sind hier in Öblarn sicher mit Veranstaltungen gut aufgestellt. Im KUL zum Beispiel, das ehrenamtlich betrieben wird, werden jährlich rund 100 Veranstaltungen umgesetzt. Es wird viel in diesem Bereich hier in Öblarn viel getan und viel umgesetzt. das ist auch wichtig. Es hält die Leute in der Region. Es lassen sich zu den kulturellen Terminen auch immer wieder viele Gäste von Auswärts anschauen.

Wie würde denn Ihr perfekter Ort aussehen? Also das perfekte Öblarn?

Öblarn hat schon viele gute Voraussetzungen. Was ich mir wirklich wünschen würde, wäre eine Fußgängerzone vom Hauptplatz bis mindestens zum Gemeindeamt. Es wäre schön, wenn die leerstehenden Gebäude wieder Nutzen finden. Ich würde mir wünschen, dass die Strasse wieder richtig belebt ist, dass es hier Beisln gibt und man sich förmlich durch die Menge "wuzeln" muss. Das wär meine Vision.

Apropos Vision. Wie sehen Sie die gesellschaftliche Entwicklung derzeit? Sind Sie zufrieden?

Ich habe ein großes Problem, was die gesellschaft betrifft und das ist das Thema Handy. Ich ertappe mich ja selbst dabei, dass ich nervös werde, wenn ich es einmal zuhause vergesse. Aber es ist nicht gut, dass sich die Leute nicht mehr in Gespräche verwickeln und die Antworten auf Fragen innerhalb kürzester Zeit aus dem Internet gegeben werden können. Das lässt keinen Platz für die Diskussion. Auch zum Beispiel Kinderbetreuung ist für mich so eine Sache. Ich verstehe, dass der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen groß ist. In der modernen Zeit wollen die jungen Fraue auch arbeiten. Meine Frau, die war immer zuhause und hat Kinder und Hof geschupft. Unsere Kinder wuchsen ruhig und mit viel Natur auf. Es wäre schön, wenn man Frauen, die das auch so umsetzen möchten direkt finanziell unterstützen würde. Das würd´ich sinnvoll finden.

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