14.02.2018, 08:00 Uhr

Die Sturmschäden sind vergessen: Kaiserau steuert Rekordwinter entgegen

Der Sturm auf der Kaiserau hat nicht nur unzählige Bäume umgerissen, sondern auch Schäden am Lift verursacht. (Foto: KK)

Schwere Unwetter ließen die Kaiserau-Betreiber zittern. Nun zeichnet sich trotzdem ein erfolgreicher Winter ab.

Die schweren Regenfälle im September – mit Vermurungen, Pisten- und Straßenbeschädigungen – sowie die enormen Stürme im Oktober haben der Kaiserau stark zugesetzt. Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand damit rechnen, dass die Skilifte wie geplant ihren Betrieb aufnehmen werden. "Am 22. Dezember waren alle offiziellen Genehmigungen da, daher konnten wir am 23. Dezember starten", berichtet Mario Brandmüller, Geschäftsführer der Kaiserau Tourismus GmbH.

15.000 Festmeter betroffen

Der Sturm Ende Oktober hat nicht nur den Liftbetrieb, sondern vor allem auch den gesamten Forstbereich geschädigt. Knapp 15.000 Festmeter sind im Forstrevier Krumau betroffen. "Rund um den Skilift haben wir im Akkord bis Mitte Dezember rund 5.000 Festmeter aufgearbeitet und insgesamt ist es nur mit der Unterstützung unserer Partnerunternehmen gelungen, fast 9.000 Festmeter in zwei Monaten aufzuarbeiten", bilanziert Oberförster Albrecht Maunz, Leiter der Forstreviere Krumau und Kaiserau. Insgesamt betrugen die Kosten für die Aufräumarbeiten etwa 150.000 Euro.

Saison gut angelaufen

Trotz der erschwerten Bedingungen im Herbst verläuft die Wintersaison sehr zufriedenstellend. "Die Zahlen sind ein bisschen besser als in den Vorjahren, es schaut nach einer guten Saison aus", so Brandmüller. Besonders positiv verliefen der Dezember sowie der Saisonkartenverkauf – jeweils mit einer Steigerung.

Gebühr für Skitourengeher?

Das Phänomen Skitourengehen beschäftigt auch die Betreiber auf der Kaiserau. Touren auf den Lahngangkogel verzeichenen einen signifikanten Anstieg. Unter anderem aufgrund der Parkplatzräumung und Pistenpräparierung wird überlegt, in Zukunft eine Gebühr einzuheben. "Es kann sein, dass wir einen kleinen Beitrag verlangen werden. Aber nicht viel, weil wir ja weiterhin den Tourismus fördern wollen", sagt Mario Brandmüller, der auch weiter betont: "Würden das Stift Admont und auch einige Gemeinden die Kaiserau nicht stützen, gäbe es das Skigebiet nicht mehr".
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