KI aus dem Klassenzimmer
Wie die Berufsschule Laa Zukunft selbst programmiert
- Lehrer Rene Baumgartner, Florian Wallner aus Horn, Nikita Nikolic aus Ebreichsdorf (Bezirk Baden), Anna Wunderlich aus Baden bei Wien, Elisa Griessler aus Neudörfl (Bezirk Mattersburg), sowie David Klishchevskyi aus Wien.
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An der Landesberufsschule Laa an der Thaya wird Digitalisierung nicht nur gelehrt, sondern aktiv gestaltet. Fünf Schüler aus ganz Niederösterreich und dem Burgenland entwickeln eigene KI-Lernassistenten, die auf die Bedürfnisse des Unterrichts zugeschnitten sind.
NÖ/BEZIRK MISTELBACH. Was hier passiert, ist weit mehr als Unterricht: Schülerinnen und Schüler der Berufsschule Laa an der Thaya arbeiten an echten Entwicklungsprojekten und setzen sich dabei intensiv mit künstlicher Intelligenz auseinander – praxisnah, kreativ und auf Augenhöhe mit moderner Technologie.
„Es war eine neue Erfahrung und hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich intensiv mit einer Thematik auseinanderzusetzen. Die KI hat uns verdeutlicht, wie entscheidend selbstständiges Denken und Hinterfragen sind“, erzählen die Beteiligten rückblickend. Auch Lehrer René Baumgartner betont die Bedeutung des Projekts für den Lernprozess der Klasse.
Von der Idee zur eigenen KI
Fünf engagierte Schülerinnen und Schüler haben gemeinsam mit ihrem Lehrer ein beeindruckendes Projekt umgesetzt: Einen selbst programmierten KI-Assistenten namens „Verti“. Hinter dem Projekt stehen Elisa Griessler aus Neudörfl (Bezirk Mattersburg), Nikita Nikolic aus Ebreichsdorf (Bezirk Baden), Anna Wunderlich aus Baden bei Wien, Florian Wallner aus Horn sowie David Klishchevskyi aus Wien.
- Der selbst programmierten KI-Assistente namens „Verti unterstützt gezielt bei relevanten Themen.
- Foto: Landesberufsschule Laa
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Unter der Leitung von Lehrer René Baumgartner arbeiteten sie intensiv daran, eine künstliche Intelligenz zu entwickeln, die gezielt beim Lernen unterstützt – und zwar nicht allgemein, sondern exakt zugeschnitten auf bestimmte Unterrichtsfächer.
,,Die Schülerinnen und Schüler haben das Projekt in kürzester Zeit umgesetzt – mit einem Engagement, das bemerkenswert ist und zeigt, wie stark Eigeninitiative und selbstständiges Denken gefördert waren.'' So, der Berufsschullehrer.
Maßgeschneiderte Unterstützung statt Datenflut
Das Besondere an „Verti“: Die Inhalte stammen direkt von den Schülerinnen und Schülern selbst. Im Bereich Vertragswesen wurde die KI gezielt mit relevanten Informationen „gefüttert“. Dadurch greift das System ausschließlich auf geprüfte, lernrelevante Inhalte zurück.
- Weniger Ablenkung, weniger Fehlinformationen – und dafür eine punktgenaue Unterstützung beim Lernen.
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Das Ziel dahinter ist klar: weniger Ablenkung, weniger Fehlinformationen – und dafür eine punktgenaue Unterstützung beim Lernen. Ein Ansatz, der zeigt, wie bewusst und reflektiert die Jugendlichen mit moderner Technologie umgehen.
Fernab klassischer Technik-Ausbildung
Besonders bemerkenswert: Die Berufsschule Laa an der Thaya hat eigentlich keinen technischen Schwerpunkt. Im Gegenteil – die Ausbildung ist im Bereich Einzelhandel angesiedelt. Umso beeindruckender ist es, dass die Schülerinnen und Schüler eigenständig ein so komplexes KI-Projekt umgesetzt haben.
- Am Tag der offenen Tür präsentierten die Schüler ein besonders gelungenes Projekt.
- Foto: Landesberufsschule Laa
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Der Weg dorthin war allerdings alles andere als einfach. In einem intensiven Arbeitsprozess – oft auch in der Freizeit – tauchten die Jugendlichen tief in die Welt der künstlichen Intelligenz ein. Dabei wurde ihnen schnell bewusst, wie komplex solche Systeme tatsächlich sind. Trotz sorgfältiger Programmierung kann es immer wieder zu fehlerhaften Ausgaben kommen – eine wichtige Erkenntnis im Umgang mit KI, die sie aus erster Hand erfahren haben.
Mehr als nur ein Auftrag
Die Berufsschule Laa an der Thaya hat damit mehr als nur den Auftrag der Bildungsdirektion erfüllt, künstliche Intelligenz in den Unterricht einfließen zu lassen. Vielmehr wurde ein Umfeld geschaffen, in dem Innovation aktiv gelebt wird und Schülerinnen und Schüler selbst zu Entwicklerinnen und Entwicklern werden. Das Projekt zeigt, wie Bildungseinrichtungen über klassische Lehrpläne hinausgehen und Zukunftskompetenzen praxisnah vermitteln können.
Die nächsten Projekte stehen schon bereit
Doch damit nicht genug: Die Innovationsreise geht weiter. Bereits in Arbeit sind neue KI-Assistenten mit unterschiedlichen Schwerpunkten. „Stecki“ soll künftig beim Lernen in der Pflanzenkunde unterstützen, während „Hausi“ als intelligenter Helfer rund um den Haushaltsplan entwickelt wird. Beide Projekte zeigen, wie vielseitig KI im Bildungsbereich eingesetzt werden kann – und wie kreativ die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen umsetzen.
fobizz macht’s möglich
Hinter dem KI-Boost steckt die Plattform fobizz – ein echter Gamechanger im Bildungsbereich. Sie bietet digitale Fortbildungen, innovative KI-Tools und fertige Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte. Dadurch wird es möglich, moderne Technologien wie künstliche Intelligenz direkt in den Unterricht zu integrieren und praxisnah mit Schülerinnen und Schülern zu erarbeiten.
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