Illegale Rave-Party in Mistelbach
Lärmerregung, Umweltverschmutzung, Beschädigungen und vieles mehr

Die beiden Polizeibeamten in Ruhe - Obmann der Weinviertler Jägerrunde, Oberschützenmeister Josef Kohzina und der Hegeringleiter a.D., Jagdleiter von Mistelbach Franz Schreiber, am Ort der illegalen Veranstaltung im Wald. 
 | Foto: privat
  • Die beiden Polizeibeamten in Ruhe - Obmann der Weinviertler Jägerrunde, Oberschützenmeister Josef Kohzina und der Hegeringleiter a.D., Jagdleiter von Mistelbach Franz Schreiber, am Ort der illegalen Veranstaltung im Wald.
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Mistelbach-Eibesthal:    Am vergangenen Samstag konnte der Obmann Stellvertreter der Agrargemeinschaft „Fürstlich Bestifteter“ bei seinem morgendlichen Kontrollgang/Spaziergang im Mistelbacher Wald extremen Lärm wahrnehmen.
Beim Annähern zur dortigen Lärmquelle konnte er zig fremde Personen und zahlreiche Fahrzeuge wahrnehmen.
Die illegale Party wurde durch die ortsfremden Damen und Herren im Revierteil „Ketzelsdorfer Leite“, im Eibesthaler Jagdgebiet unmittelbar neben dem Mistelbacher Jagdgebiet gefeiert.

Nachdem der Aufforderer Johann L. wieder Handyempfang hatte, hat er den Jagdleiter von Mistelbach Franz Schreiber, den Jagdleiter von Eibesthal Michael St., den Oberschützenmeister vom unweit gelegenen Schützenverein-Mistelbach Josef Kohzina sowie die Polizeiinspektion Mistelbach über seine Wahrnehmung informiert.

Beim Eintreffen der Jagdverantwortlichen und der Exekutive befanden sich immer noch mindestens vierzig Partyteilnehmerinnen und Partyteilnehmer und mindestens zwanzig Fahrzeuge vor Ort. In einem Kleinbus konnte die Musikanlage samt Boxen wahrgenommen werden. Ein weiterer Kleinbus war vollgestopft mit Getränken, welche zum Verkauf bestimmt waren. Die Begutachtungsplaketten und Kennzeichentafeln waren teilweise abgedeckt und unsichtbar gemacht.

Partyteilnehmer kamen aus ganz Österreich
Laut den Kennzeichentafeln kamen die Party-Teilnehmer aus allen Bezirken Niederösterreichs, aus Oberösterreich, aus Wien, aus dem Burgenland und aus der Steiermark.
Insgesamt sollen etwa einhundertfünfzig Personen mit dementsprechend vielen Fahrzeugen an der Party teilgenommen haben und im Mistelbacher-/Eibesthaler Wald gefeiert haben. Eingeladen wurde so wie immer in derartigen Fällen über diverse Plattformen in den Sozialen Netzwerken.

Der Jagdleiter erklärt
„Für die Veranstaltung lag keine Bewilligung vor. Es gibt keine Betriebsstätten-Genehmigung für die Örtlichkeit. Dementsprechend gibt’s dort keine sanitären Einrichtungen und Toilettenanalgen. Die Zufahrt von Mistelbacher Seite ist fast unmöglich, da die Waldwege mit Schrankenanlagen gesperrt sind. Es ist anzunehmen, dass die Partyteilnehmer von der Eibesthaler Seite einige Kilometer in den Wald gefahren sind. Beim Zufahren und beim Parken am Veranstaltungsort wurde etliche Jungbäume, welche unter anderem die Jägerschaft gepflanzt hat, umgefahren und beschädigt. Dort wurde entgegen der geltenden Waldbrandverordnung Feuer entzündet und geraucht. Die Örtlichkeit gilt als Einstandsgebiet und Ruhezone von Rotwild, Schwarzwild und Rehwild. Genau dort sind auch Futter- und Wasserstellen eingerichtet und auch Jagdeinrichtungen platziert, welche illegalerweise betreten, benützt, verschmutzt und beunruhigt wurden. Die Liste der Übertretungen ist abwechslungsreich und vielfältig. Straßenverkehrsordnung, Kraftfahrgesetz, Naturschutzgesetz, Tierschutzgesetz, Jagdgesetz, Forstgesetz, Gewerbeordnung, Finanzrecht sind nur einige wenige von der Fülle der Missachtungen.

Die Jägerschaft wird permanent kritisiert und es wird ihr oftmals das Verursachen von Tierleid vorgeworfen. Dabei sind genau jene Erdenbürger, welche derartige Partys veranstalten und an solchen teilnehmen die wirklichen Tierquäler. Durch den extremen Lärm, welcher kilometerweit hörbar ist, laufen die Tiere oftmals hochflüchtig aus dem Wald und kollidieren dort mit vorbeifahrenden Fahrzeugen. Durch das kreuz und quer Parken im Wald werden Wasserstellen beschädigt und das von Jägershand für die Wildtiere regelmäßig ausgebrachte Wasser fließt aus. Von Jägern gepflanzte Jungbäume, Sträucher und Einzelbaumschutz werden einfach umgefahren. Menschliche Exkremente mit allem was dazugehört verbleiben im Wald. Plastik und Schmutz verbleiben im Wald und können von der freilebenden Tierwelt aufgenommen werden, woraufhin Verletzungen und Erkrankungen entstehen können, welche bis zum qualvollen Tot der Tiere führen können.“ – erklärt der leidenschaftliche Jäger und Jagdleiter von Mistelbach Franz Schreiber.

Die Beamten/innen der zuständige Polizeiinspektion Mistelbach waren vor Ort und führen die Ermittlungen und letztendlich die Amtshandlung.

www.jagdbezirk-mistelbach.at
Interessenten finden laufend mehr Informationen, Fotos und Berichte von vergangenen und auch von anstehenden Veranstaltungen, Events und Vorkommnissen im Jagdbezirk Mistelbach unter www.jagdbezirk-mistelbach.at.

Waidmannsheil

Am Foto:    Die beiden Polizeibeamten in Ruhe - Obmann der Weinviertler Jägerrunde, Oberschützenmeister Josef Kohzina und der Hegeringleiter a.D., Jagdleiter von Mistelbach Franz Schreiber, am Ort der illegalen Veranstaltung im Wald. 

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