Gesellschaftsspiele
Alte Brettspiele neu entdeckt

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Ein Mürzzuschlager erweckt "Mensch ärgere Dich nicht", "Halma" und andere Brettspiele zu neuem Leben.
Wer kennt nicht die Brettspiele "Mensch ärgere Dich nicht", "Halma" oder "Fuchs und Henne"? Das erste Spiel ist wohl am meisten bekannt und fasziniert Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Der Kameradschaftsbund Langenwang veranstaltete nun zum dritten Mal im Foyer des Volkshauses ein Turnier des beliebten Gesellschaftsspieles "Mensch ärgere Dich nicht".

Gesellschaftsspiel kommt an

Der Andrang war über Erwarten groß. "Es begann mit 40 Teilnehmern und dieses Mal sind es bereits 64 Teilnehmer quer durch alle Altersgruppen", sagt Obmann Philipp Könighofer mit Stolz. Die Idee zur Veranstaltungsdurchführung kam von ÖKB-Stv. Heinz Gruber, der in einer ähnlichen Veranstaltung in Ratten das Spielgeschehen verfolgte. "Ich", so Gruber, "dachte mir, so etwas gibt es bislang noch nicht im Mürztal, warum sollten wir es nicht einmal bei uns in Langenwang probieren." "Es hat geklappt und hat bei uns gleich großen Anklang gefunden", ergänzt Königshofer. Die dritte Austragung des Turniers erfolgte an 16 Tischen zu je vier Teilnehmern. Den Ernst am Spiel konnte man den meisten Teilnehmern, die drei Runden zu je 20 Minuten zu spielen hatten, an ihren Gesichtern ablesen. Als strahlende Turniersieger traten hervor: Samantha Bauer, Karl Heinz Lukas und Daniel Pierer. "Nächstes Jahr werden wir abermals zu einem Turnier einladen", so die Veranstalter. Mittlerweile gibt es bereits Weltmeisterschaften im Mensch ärgere Dich nicht-Spiel. "So weit denken wir allerdings noch nicht, uns ist es wichtig, dass das Turnier bei der regionalen Bevölkerung gut ankommt und Spaß bereitet."

Selbstgemachte Spiele

Bisher hat man mit den herkömmlichen im Handel zu kaufenden Spielen gespielt. Bei diesem Turnier hat der Kameradschaftsbund erstmals als Novität selbstgemachte Spiele des Mürzzuschlagers Ferdinand Schablas, 73, eingesetzt. Weshalb? Schablas hat vor etwas mehr als fünf Jahren zufällig bei einer Spielgemeinschaft zugesehen und festgestellt, dass die kleinen Kegel auf den kleinen Spielen eigentlich leicht umfallen. Da kam Schablas auf die Idee, die Spiele spielfreundlicher zu machen. Er wählte das Format 50 x 50 cm und besorgte zudem größere handliche Spielkegel. Anfangs zeichnete er händisch penibel die Spielfelder. Die mühsame Arbeit war ihm bald zu viel und er legte sich einen Computer sowie eine großen Drucker (Plotter) zu.

Jedes Brettspiel ein Unikat

Von nun an wurde das Spielemachen zum Hobby. Am Computer gestaltet Schablas die Spielfelder und je nach Einfall unterschiedliche Untergründe mit individuellen Motiven. Als Deckfolie verwendet der Hobbykünstler Acrylglas und versieht die Spiele mit Holz- oder Kunststoffrahmen. Jedes Spiel ist ein Unikat. Mittlerweile fertigte Schablas, der auch Musik als Hobby betreibt, schon mehr als 50 Spiele an. Etliche von ihnen verschenkte er an Pensionistenheime in Mürzzuschlag, Krieglach und Bruck sowie an bekannte Brettspielfreunde.

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