Gedenkfeier für Seilbahnarbeiter

Legten Kranz nieder: Hofbauer, Heim, Knöbelreiter, Posch und Schwingenschuh vor der neu sanierten Gedenkstätte im Pretulgraben.
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Zum 60. Jahrestag des Seilbahnunglücks im November 1956 im Pretulgraben in Langenwang lud der Bergknappenverein Ratten/St. Kathrein am Hauenstein zu einer Gedenkfeier. Die Seilbahnarbeiter Karl Bauernhofer, Josef Gesslbauer, Florian Grill, Franz Ocherbauer waren mit Reparaturarbeiten beschäftigt und fuhren deshalb in einem Hunt mit. Plötzlich riss das Seil und sie stürzten 160 Meter in die Tiefe. Viele Menschen waren in den Pretulgraben gekommen, um den Verunglückten im Rahmen eines Gottesdienstes mit Pfarrer David Schwingenschuh, mit musikalischer Umrahmung durch die Bergknappenkapelle sowie den Kirchen- und Volksliedchor aus St. Kathrein am Hauenstein, zu gedenken. Die Bürgermeister Rudolf Hofbauer (Langenwang), Thomas Heim (Ratten) und Peter Knöbelreiter (St. Kathrein am Hauenstein) legten einen Kranz bei der Gedenkstätte nieder.
Auf Initiative des Obmanns des Bergknappenvereins, Johann Posch, konnte die Gedenkstätte erst kürzlich saniert werden. Die Inschrift wurde erneuert, ein Bergwerkszeichen wurde angebracht, die Gedenkstätte bekam ein rostfreies Dach, es wurde ein Geländer gebaut und der Zugang breiter gemacht und geschottert. "Zu organisieren ist das leicht, wenn alles so abläuft", bedankte sich Posch bei den vielen Helfern. "Ich habe Spenden von Hinterbliebenen, der Firma Herbitschek und der Raiffeisenbank Ratten erhalten", so Posch.
Von 1923 bis 1960 wurde mit der Materialseilbahn vom Bergbau Ratten Braunkohle zur Verladestelle nach Hönigsberg transportiert. Mit 13 Kilometern war dies die längste Seilbahn Europas.

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