Provinz-Posse um die Freibad-Rutsche

Demo: Franz Janisch und Franz Kneissl.

Trotz des Temperaturrückgangs in den letzten Tagen bleibt es in Fohnsdorf heiß. Grund dafür ist ein durchaus sommerliches Thema – die Wasserrutsche des Freibades, zu Saisonbeginn wegen Schäden abmontiert und derzeit im gemeindeeigenen Bauhof gelagert.
Seither ist hier das Badevergnügen stark gedämpft, vor allem für die Kids, die mit ihren Eltern der spritzigen „Rutschengaudi“ nachtrauern. Dass die Anlage aus Sicherheitsgründen abgebaut wurde, haben sie akzeptiert. Nicht aber, dass die Gemeinde aus Kostengründen auf eine Reparatur verzichtet.
Über 800 Unterschriften hat ein Aktionsteam in den vergangenen Wochen für die Rutschen-Sanierung gesammelt, auf der Internetplattform Facebook kursieren nicht weniger Reaktionen aus der Bevölkerung, die hier ihrem Ärger Luft macht.
Protest wurde am Samstagvormittag vor den Toren des Freibades kundgetan. „Wir befürchten eine schleichende Schließung der wunderschönen Freibadanlage im Herzen unserer Gemeinde“, sagt Franz Janisch, einer der Protest-Initiatoren. Leidtragende seien vor allem Fohnsdorfer Kinder und Jugendliche, für die die entferntere Thermenanlage in Wasendorf keine entsprechende Alternative darstellt.

Desolater Zustand

Die Vernachlässigung des Freibades habe „System“, so Janisch mit Hinweis auf einen zum Teil desolaten Zustand von Kabinen und WC-Anlagen. Nun drohe auch ein „Out“ der Filterpumpe, habe er aus dem Fohnsdorfer Rathaus gehört. Und nebstbei die Bemerkung des Bürgermeisters, dass eine dafür kostspielige Reparatur „nur Wunschdenken bleiben wird.“
Soweit soll es nicht kommen. „Wenn die Gemeinde nicht bereit ist, die Reparatur der Rutsche zu bezahlen, werde ich als Privatperson dafür aufkommen“, kündigte Franz Kneissl bei der samstäglichen Protestversammlung – ÖVP und Grüne waren anwesend, Vertreter der „Liste Hans“ waren nicht erschienen – unter Beifall an.
Dass die Gemeinde die Wasserrutsche weiter im Bauhof „unter Verschluss“ hält, will Kneissl nicht glauben: „Wir werden in diesen Tagen dem Bürgermeister einen entsprechenden Antrag übergeben, um so unverzüglich mit der Reparatur beginnen zu können“, so Kneissl: „Was ich mir von der vielhundertköpfigen Protestbewegung wünsche, sind Eigenleistungen, mit denen wir die Reparaturkosten senken können. Ich stehe zu meinem Versprechen und werde die anfallenden Kosten aus meiner eigenen Tasche bezahlen und natürlich einen raschen Reparaturverlauf einschließlich der dann notwendigen technischen Überprüfung sicherstellen.“

Sanierung in Eigenregie?

Auch einer drohenden Schließung des Freibades in nächster Zeit will man auf diesem Wege entgegentreten: „Die Fohnsdorfer sind dafür bekannt, Probleme anzupacken“, so Kneissl, der sich eine auf Eigenregie gründende Sanierung des gesamten Freibades vorstellen kann. Damit helfen wir der Gemeinde sparen und sichern vor allem unserer Jugend einen Ort für Spiel, Sport und Kommunikation.“

Abgelehnt

Die angekündigte Übergabe des Antrages erfolgte übrigens am Montag im Gemeindeamt Fohnsdorf. Mit dabei waren neben Kneissl auch VP-Vizebürgermeister Wilhelm Oberzaucher und FP-Gemeinderat Luca Kerbl, denen zufolge der Antrag von Bürgermeister Johann Straner abgelehnt wurde.

Autor:

Murtaler WOCHE aus Murtal

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