16.10.2014, 10:30 Uhr

Die Tschudl gaben Gummi

Zirbentschudl-Racing belegte den 3. Platz in der Konstrukteurswertung. Fotos: KK

Zirbentschudl-Racing aus Obdach trumpfte beim Akkurace in Wels auf.

Mit zwei Akkuschraubern unter dem Hintern und dem Zirbentschudl am rechten Fleck haben sich sechs Obdacher einen Stockerlplatz beim fünften „Conrad Akkurace“ in Wels gesichert.
42 Teams und über 1.000 begeisterte Besucher waren beim etwas skurrilen Event am vergangenen Wochenende dabei - mittendrin das „Zirbentschudlracing“-Team aus Obdach mit Captain Peter Freigassner an der Spitze.


Wie bei der Formel 1

„Das Ambiente war echt super, wie bei einem Formel 1-Rennen“, berichtet er. „Von der Box über die Startnummern bis hin zur Leinwand hat einfach alles gestimmt.“ Zusammen mit seinen Mitstreitern Peter Leitner, Heinz Knoll, Ernst Fiechtl, Arnold und Gerald Fössl ist er im Internet auf das Rennen des österreichischen Elektronik-Riesen Conrad aufmerksam geworden. Der Bau eines eigenen Boliden hat dann ein Monat in Anspruch genommen. Und das hat sich ausgezahlt: Eine hochkarätige Jury zeigte sich in Wels beeindruckt vom Racer aus dem Zirbenland und hievte das Gefährt auf Rang 3 der Konstrukteurswertung, unmittelbar hinter dem „Powerteam“ von Opel General Motors ...

Tests am Betriebsgelände

Konstruiert und hergestellt wurde der Flitzer in den Räumlichkeiten des Sondermaschinenbauers HAGE in Obdach - selbstverständlich aber in der Freizeit der begeisterten Techniker. Dabei gab es ein wichtiges Detail zu beachten: Der Bolide darf lediglich von zwei handelsüblichen Akkuschraubern angetrieben werden, der Rest bleibt den Konstrukteuren überlassen.
Tüftler Peter Freigassner und Co. haben das perfekt für sich genützt: „Vor allem unser Design hat alle beeindruckt und wir hatten als einziges Team eine richtige Vorderachse.“ Etliche Teile sind dabei im von HAGE entwickelten 3D-Drucker entstanden, erste Testfahrten gab es am Betriebsgelände.


Crash im Halbfinale

Auch im Renneinsatz hat sich der Zirbentschudl-Bolide dann bewährt. Gleich zu Beginn gab es die ersten Bestzeiten in Wels. Einen Sieg hat dann leider ein Crash im Halbfinale am Rennsonntag verhindert. So blieb am Ende nur Platz 5 für die Obdacher im Rennen. Das soll sich aber im nächsten Jahr ändern: „Wir sind sicher wieder dabei und haben dann den Sieg im Visier“, schmunzelt Freigassner.
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