Schockierende Beobachtungen
Hier stecken die Drogendealer

Karl Leitner (l.) im Gespräch mit Bürgermeister Rupert Dworak und den Ternitzer Ermittlern.
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  • Karl Leitner (l.) im Gespräch mit Bürgermeister Rupert Dworak und den Ternitzer Ermittlern.
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BEZIRK NEUNKIRCHEN. Bahnhofsbereich, Stadtpark, Friseur – ein Ternitzer berichtet der Polizei über den Suchtgifthandel.

Immer dieselben Typen

"Wenn ich nach Ternitz fahre, sehe ich dieselben Typen, die ich als Busfahrer in Wr. Neustadt antreffe", erzählt Karl Leitner, der "diese Personen" dem Drogenmilieu zuordnet. Leitner bekam einiges mit, weil eines seiner Kinder in diese Kreise abgerutscht war, aber den Absprung schaffte (die Bezirksblätter berichteten).

mehr dazu hier

Seither lässt Leitner derartige Gestalten nicht aus dem Auge. So berichtete er dem Ternitzer SPÖ-Bürgermeister Rupert Dworak von einem Drogenproblem in dessen Stadt. Als besorgter Stadtchef rief Dworak im Beisein von Leitner zu einen "Drogengipfel" mit Polizei-Chef Franz Zumpf und dessen Suchtgift-Chefermittler.
Leitner berichtete über mutmaßliche Drogenumschlagplätze: "Im Bereich des Friseurs in Neunkirchen, wo früher der Uhrmacher drinnen war. Einen Trupp habe ich auch beim Bahnhof in Ternitz-Pottschach gesehen. Auch in der Renner-Straße morgen irgendwo ein Punkt sein." Ferner seien der Herrenhaus-Park und der Stadtpark bei Dealern beliebt. Leitner: "Entlang der Südbahn wird meiner Meinung nach ebenfalls verteilt." Die Zeiten, zu denen die Dealer unterwegs sind, hat Leitner der Polizei bereits gemeldet.

Polizei hat's schwer

"Es ist wichtig, solche Sachen uns bekannt zu geben", betont der Ternitzer Polizei-Chef Franz Zumpf. Leider muss der Suchtmitteldienst derzeit hinten angestellt werden, weil die Beamten für andere Aufgaben benötigt würden. Obwohl nicht gezielt im Milieu ermittelt wird, ist die Suchtgiftkriminalität im Steigen (siehe Infobox). Und auch das Gesetz scheint derzeit den Drogendealern in die Hände zu spielen. "Es wird entkriminalisiert. Konsumenten werden nicht mehr bestraft", weiß ein Ermittler.

Drogen per Post

Die Möglichkeiten an Drogen zu kommen, sind mittlerweile relativ unkompliziert geworden. "Im Darknet kann man alles, was es gibt online bestellen", so Zumpf. Und häufig kommen die Drogen auch schlicht per Post. Zumpf zufolge werden Briefe aus Holland und aus Südamerika vom Zoll besonders sorgfältig kontrolliert. Bei jedem 2. Brief schlagen hier laut Polizei-Insidern die Drogen-Hunde an.

2018 gesamt
147 Vergehen und 11 Verbrechen
Zwei Quartale 2019
123 Vergehen und 6 Verbrechen

Autor:

Thomas Santrucek aus Neunkirchen

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