Notärzte & LK
Plattform NÖ erhöht Druck – Gesundheitsplan 20240+ muss überdacht werden
- Die Initiativen #notarztbleibt schließen sich zur "Plattform NÖ" zusammen, um mehr Druck auf die Landesregierung auszuüben
- Foto: Lauren Fahrenberger / MeinBezirk
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Die Initiativen gegen die Schließung der Notarzt-Stützpunkte und des Landesklinikums Gmünd versammelten sich heute (22.01.26) in St. Pölten, um den Druck auf die NÖ Landesregierung und die NÖ Landesgesundheitsorganisation (LGA) zu erhöhen.
NÖ. Dafür kamen zwölf Vertreterinnen und Vertreter aus elf Regionen zusammen, um als "Plattform NÖ" geschlossen im Cityhotel St. Pölten aufzutreten. Als betont überparteilicher Zusammenschluss ist ihr Ziel, Neuverhandlungen für den "Gesundheitsplans 2040+" zu bewirken. Das neue Konzept für NÖs Gesundheitssystem hatten die niederösterreichische Landesregierung und die LGA im vergangenen Jahr verkündet (MeinBezirk berichtete). Seit bald einem Jahr kämpfen die elf Regionen um den Erhalt ihrer Notarzt-Stützpunkte und des Landesklinikums Gmünd und Mistelbach.
"Es ist wie bei David gegen Goliat", sagt Christian Oberlechner in seinen einleitenden Worten bei der ersten Pressekonferenz der Plattform NÖ. Denn bisher verschanzt sich die Politik hinter ihren Mauern und möchte keine Verhandlungen starten, obwohl es eine klare Verschlechterung in der Gesundheitsversorgung der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher ist, erläutern die Vertreterinnen und Vertreter. Gemeinsam soll jetzt der Druck auf die Verantwortlichen erhöht werden.
Lawine soll losgetreten werden
Diese Mauern möchte die Plattform NÖ mit ihrer hartnäckigen Kritik niederreißen. "Wir reichen die Hand, um neue Verhandlungen zu bewirken. Jetzt ist noch Zeit", betont etwa Herbert Gruber. "Wir machen das für die Menschen, nicht für uns."
Zeit bleibt bis zum 01. April 2027, dann soll der "Gesundheitsplan 2040+" spätestens in die Tat umgesetzt werden. Dann wird das Landesklinikum Gmünd geschlossen, das Landesklinikum Mistelbach seinen Schwerpunkt verlieren und elf Notarzt-Stützpunkte aufgelöst werden.
- Die Plattform NÖ versammelte sich in St. Pölten zur ersten Pressekonferenz
- Foto: Lauren Fahrenberger / MeinBezirk
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Bei der Pressekonferenz in St. Pölten am Donnerstag traten dagegen auf:
- Karl Binder (ehem. Standortleiter) und Tamara Schönsgibl (Vereins-Obfrau) für das #LKGmündbleibt
- Alfred Weidlich für das Landesklinikum Mistelbach,
- Gerhard Baumann (Stadtrat) für #unserNotarztbleibt Groß-Enzersdorf
- Josef Baum (Stadtrat) und Edmund Cvak (Pensionistenvertreter i.R.) für #unserNotarztbleibt Purkersdorf
- Alfred Lichtenschopf (Internist, Psychotherapeut) für #unserNotarztbleibt Waidhofen an der Ybbs
- Rudolf Preyer (Gemeinderat) für #unserNotarztbleibt Retz
- Albert Reiter (Notarzt i.R.) und Herbert Gruber (Bürgermeister a.D.) für #unserNotarztbleibt Ybbs-Persenbeug-Pöggstall
- Wolfgang Haas (Gemeinderat) für #unserNotarztbleibt Klosterneuburg
Tamara Schönsgibl hielt in ihrer Erklärung fest, dass die Unterversorgung in Gmünd bereits spürbar ist: Patientinnen und Patienten warten bereits stundenlang auf notwendige Transporte und Behandlungen.
Alfred Lichtenschopf verweist auf den Zeitfaktor, der bei der Notfallversorgung ausschlaggebend ist. Durch die Schließung der Notarzt-Stützpunkte werden die Anfahrtswege deutlich verlängert. Und der Hubschrauber ist nicht immer und überall einsatzfähig. Auch qualifizierte Rettungssanitäter fehlen. Lichtenschopf stellt den Vergleich auf, dass in Deutschland die Ausbildung für Notfallsanitäter 4.600 Stunden umfasst. In Österreich sind es 830 Stunden.
- Am 23. April 2026 plant die Plattform NÖ eine große Demonstration beim Landhaus St. Pölten
- Foto: LKGmündbleibt
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Die Expertinnen und Experten der Plattform NÖ sind einer Meinung: Der Gesundheitspakt in seiner jetzigen Form wird Leben kosten. Deshalb wird es am 23. April 2026 eine große Demo zeitgleich mit der Landtagssitzung in St. Pölten geben. "Wir wollen die Politik direkt ansprechen. Je näher die Landtagswahlen (2028) rücken, desto sensibler wird sie. Und bis April 2027 ist noch Zeit", gibt sich Josef Baum zuversichtlich.
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