Diese Pläne haben Niederösterreichs Spitzenkandidaten für unsere Sicherheit

Insgesamt 71.391 Anzeigen gab es im vergangenen Jahr in Niederösterreich. Das ist der niedrigste Wert der letzten zehn Jahre.
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Die Kriminalstatistik für 2017 zeigt in Niederösterreich einen Rückgang bei Anzeigen (im Vergleich zum Vorjahr) von 6,2 Prozent. 71.391 Anzeigen gab es im vergangenen Jahr, das ist der niedrigste Wert der letzten zehn Jahre.

Gemessen an den Anzeigen pro Kopf (42,9 pro 1.000 Einwohner) ist nur das Burgenland sicherer als Niederösterreich. Derzeit werden 225 Polizisten jährlich in NÖ ausgebildet, bis 2020 wird Niederösterreich 700 neue Polizisten in den Dienst stellen. Die Bezirksblätter haben die Spitzenkandidaten der Parteien zu ihren Sicherheitsplänen befragt.

SPÖ: Mehr Polizisten für Niederösterreich

Franz Schnabl, Spitzenkandidaten der SPÖ, fordert 1.500 PolizistInnen mehr in Niederösterreich.

"Von der Politik wird erwartet, für Sicherheit für die Menschen und ein optimales Arbeitsumfeld für die Exekutive zu sorgen. Dafür brauchen wir in Niederösterreich 1.500 PolizistInnen mehr und eine moderne technische Ausstattung. Durch Schließungen von Polizeiinspektionen kommt und kam es unweigerlich zu Sicherheitslücken, speziell im ländlichen Raum durch weite Anfahrtsstrecken für die Exekutive – man sperrt auch keine Feuerwehren zu, wenn es ein Jahr lang nicht brennt!"

NEOS sind gegen Überwachung und Bürokratie

Indra Collini von den erstmals landesweit antretenden NEOS spricht sich strikt gegen Bürokratie und einen Überwachungsstaat aus.

"Was es in Niederösterreich braucht, sind mehr Polizisten und bessere Ausrüstung. Die ausgebildeten PolizistInnen müssen mehr auf der Straße unterwegs sein und weniger Zeit am Schreibtisch verbringen. Wir müssen die Bürokratie massiv reduzieren und nicht auf Alibi-Maßnahmen wie totale Überwachung setzen. Diese Maßnahmen schaffen keine Reduktion der Kriminalität und bringen große Probleme im Bereich des Datenschutzes. Die NEOS wollen den gläsernen Staat statt den gläsernen Bürger!"

Mikl-Leitner: Jeder Einbruch ist einer zu viel!

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ÖVP, kündigt 700 neue Polizisten in Niederösterreich an.

"Niederösterreich ist das zweitsicherste Bundesland in Österreich und verzeichnet den höchsten Rückgang an Kriminalität. Dennoch ist für uns jeder Einbruch einer zu viel - jedes Verbrechen muss aufgeklärt und geahndet werden. Gemeinsam mit den Polizisten und den Blaulichtorganisationen setzen wir zielführende Maßnahmen für mehr Sicherheit in Niederösterreich: zum Beispiel 700 zusätzliche Polizisten bis zum Jahr 2020 für unser Bundesland und bessere Ausrüstung für die Polizei."

Landbauer: Sofortige Abschiebung von straffälligen Zuwanderern

Udo Landbauer, Spitzenkandidat der FPÖ, fordert mehr Opferschutz statt Täterschutz

"Allein 2016 wurden 76.000 Straftaten in Niederösterreich begangen, ein Drittel der Tatverdächtigen waren Ausländer. Im Schnitt werden sieben Frauen pro Monat in unserem Land vergewaltigt und die Eigentumskriminalität ist ebenso angestiegen. Das ist die Bilanz der ÖVPNÖ und von Landeshauptfrau Mikl-Leitner, der "Willkommenskultur"-Innenministerin von 2015. Die FPÖ will wieder Sicherheit für unsere Landsleute schaffen, Haft statt "auf freien Fuß", Opfer- statt Täterschutz und sofortige Abschiebung von straffälligen Zuwanderern ist das Gebot der Stunde!"

Grüne: Sicherheit ist kein Spielball für Wahlen

Die grüne Spitzenkandidatin Helga Krismer kritisert Einsparungen bei der Sicherheit.

"Unter Schwarz-blau wurde ab dem Jahr 2000 im Sicherheitsbereich massiv gekürzt. Heute saniert Schwarz-blau II die eigene Misswirtschaft. Das ist leider die Wahrheit! Das Zusperren von Posten war ebenso ein Unfug wie der Marketinggag des Dorfpolizisten. Es braucht sowohl ausreichend als auch gut ausgebildetes Personal mit einer zeitgemäßen Ausrüstung, das notwendige Kanzleiarbeiten erleichtert. Sicherheit ist ein Grundbedürfnis und kein Spielball für Wahlen."

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