2019 begleitete das OÖ Hilfswerk 440 Jugendliche in den Arbeitsmarkt

OÖ Hilfswerk-Geschäftsführerin Viktoria Tischler und Obmann Wolfgang Hattmannsdorfer zogen jetzt Bilanz über die Arbeit des Hilfswerks im vergangenen Jahr.
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  • hochgeladen von Katharina Wurzer

Das OÖ Hilfswerk konnte im vergangenen Jahr sein Angebot ausbauen und mehr Mitarbeiter anstellen. Erwirtschaftet wurden 2019 36,475 Millionen Euro, wobei der Umsatz seit 2015 um etwa sechs Prozent jährlich steigt. Obmann Wolfgang Hattmannsdorfer und Geschäftsführerin Viktoria Tischler ziehen jetzt Bilanz.

OÖ. 2019 sei für das OÖ Hilfswerk ein höchst erfolgreiches Jahr gewesen, berichtet nun Obmann und Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Hattmannsdorfer.

"Wir konnten unser Angebot in allen Bereichen weiter ausbauen, mehr Mitarbeiter beschäftigen und somit viele Menschen in ganz Oberösterreich in ihrem Alltag unterstützen", sagt er.

Die Organisation, die sich seit mehr als zwei Jahrzehnten für ihre Mitmenschen engagiert, hatte 2019 1.361 Mitarbeiter. Unterstützung bekamen sie von 400 Ehrenamtlichen. Zu den Aufgaben der Mitarbeiter zählen unter anderem die Begleitung von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt, Kinderbetreuung und mobile Pflege.

Vermittlung beruflicher Grundkenntnisse

Im Vorjahr wurden beispielsweise ungefähr 440 Jugendliche in den Arbeitsmarkt begleitet. Eines dieser Projekte ist die Produktionsschule Perg, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 25 Jahren Grundkenntnisse in vier Fachmodulen (Metallverarbeitung, Gastronomie, Glasbearbeitung und EDV) vermittelt. Voraussetzung für die Teilnahme ist das Fehlen eines Ausbildungsplatzes. 2019 nahmen 45 Menschen am Angebot teil, 60 Prozent von ihnen konnten erfolgreich vermittelt werden.
In puncto Kinderbetreuung wurden im Vorjahr Krabbelstuben, Kindergärten, die betriebliche Kinderbetreuung und die Schülernachmittagsbetreuung weiterentwickelt. So wurden beispielsweise zusätzliche Hortgruppen in Altenfelden und Gramastetten eröffnet und in Perg eine weitere Kindergartengruppe gestartet. Die Qualität der Betreuung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Wahlfreiheit der Eltern, welche Betreuungsform für ihren Nachwuchs die richtige sei, würden laut Hattmannsdorfer für das OÖ Hilfswerk an erster Stelle stehen. Zukünftig sollen die Kinderbetreuungsangebote noch weiter ausgebaut werden, damit Familie und Beruf keinen Widerspruch darstellen.

Modulares Ausbildungsprogramm für Pflegeberufe

Ein Aspekt, in dem das OÖ Hilfswerk noch Verbesserungsbedarf sieht, ist die Pflegeausbildung. So sollten richtige Rahmenbedingungen geschaffen werden, etwa über ein modulares Ausbildungsprogramm für Pflegeberufe, das nahtlos an das Ende der Ausbildungspflicht anschließe.

„Derzeit dürfen junge Menschen erst ab einem Alter von 17 Jahren in der Pflege arbeiten. Das führt dazu, dass sich viele junge Menschen nach der Pflichtschule für andere Berufe entscheiden. Natürlich ist der Pflegebereich auch emotional ein herausfordernder Beruf. Die Lehrjahre könnten jedoch auch so gestaltet werden, dass junge Menschen langsam in diese emotionalen Herausforderungen hineinwachsen können“, schlägt Hattmannsdorfer vor.

Zusätzlich sollte die Anrechenbarkeit der Ausbildung der verschiedenen Pflegeberufe ermöglicht werden.
Das OÖ Hilfswerk ist Oberösterreichs größter sozialer Dienstleister und in allen Bezirken aktiv. Die Schwerpunkte liegen auf der Integration und Förderung sozial Schwächerer, auf der mobilen Betreuung und Unterstützung von älteren und gebrechlichen Menschen sowie deren Angehörigen. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Unterstützung von Familien mit Kindern.

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