Erst ab 16 Jahren
Landtagspräsidenten fordern Alterslimit für TikTok & Co

Österreichs Landtagspräsidentinnen und Präsidenten in Geinberg bei der Konferenz (v. l.): Reinhart Rohr (Kärnten), Brigitta Pallauf (Salzburg), Astrid Eisenkopf (Burgenland), Peter Samt (Bundesratspräsident) Karl Wilfing (Niederösterreich), Max Hiegelsberger (Oberösterreich), Harald Sonderegger (Vorarlberg), Heike Sylvia Winzent (Saarland), Arnold Schuler (Südtirol), Sonja Ledl-Rossmann (Tirol), Gerald Deutschmann (Steiermark).  | Foto: Werner Kerschbaummayr
3Bilder
  • Österreichs Landtagspräsidentinnen und Präsidenten in Geinberg bei der Konferenz (v. l.): Reinhart Rohr (Kärnten), Brigitta Pallauf (Salzburg), Astrid Eisenkopf (Burgenland), Peter Samt (Bundesratspräsident) Karl Wilfing (Niederösterreich), Max Hiegelsberger (Oberösterreich), Harald Sonderegger (Vorarlberg), Heike Sylvia Winzent (Saarland), Arnold Schuler (Südtirol), Sonja Ledl-Rossmann (Tirol), Gerald Deutschmann (Steiermark).
  • Foto: Werner Kerschbaummayr
  • hochgeladen von Marlene Leitner

Oö. Landtagspräsident Max Hiegelsberger forderte mit seinen Amtskollegen aus den anderen Bundesländern bei der Konferenz der Landtagspräsidenten in Geinberg ein europaweites, höheres und effektiv kontrollierbares Alterslimit von 16 Jahren für soziale Medien. 

GEINBERG. Die Diskussion um eine Anhebung des Alterslimits für soziale Medien hat in Österreich in den letzten Monaten an Fahrt aufgenommen. Auch auf EU-Ebene ist das Thema mittlerweile in den Fokus gerückt. In ihrer Grundsatzrede Anfang September betont EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass es strengere Reglementierungen brauche und die europäische Ebene ein wichtiger Akteur sei, um den Umgang mit global tätigen Unternehmen wie Meta (Facebook, Instagram) und ByteDance (TikTok) wirksam zu gestalten.

„Die potentiell negativen Folgen einer zu frühen und intensiven Nutzung von sozialen Medien sind mittlerweile im allgemeinen Bewusstsein angekommen", so Hiegelsberger.

Vorreiter Australien und Griechenland

Vorreiter Australien hat eine Sperre von Social-Media-Plattformen für Menschen unter 16 Jahren bereits 2024 eingeführt, mit Ende Oktober geht innerhalb der EU als erstes Land Griechenland mit derselben Regelung voran. Dänemark plant mit einem Verbot für Jugendliche unter 15 Jahren nachzuziehen. In Österreich wurden Vorschläge für ein Verbot für unter 15-Jährige laut, ein besserer Schutz für Jugendliche ist das klare Ziel der Regierung. Auch für die Abgeordneten zum Jugendlandtag sei die Einführung und Kontrolle eines höheren Alterslimits mittlerweile ein wichtiges Thema.

„Eine aktuelle Untersuchung aus Deutschland zeigt, dass in der Altersgruppe bis 18 ebenfalls eine Mehrheit für ein Alterslimit von 16 Jahren eintritt. Ein derartiges Alterslimit muss aber auch überprüfbar sein. Hier sehe ich den australischen Ansatz als zielführend an, die Plattformen selbst haftbar zu machen, falls es Verstöße dagegen gibt", so Hiegelsberger.

Die Konferenz der Landtagspräsidentinnen und Landtagspräsidenten hat daher heute den eindeutigen Beschluss gefasst, ein europaweites, höheres und effektiv kontrollierbares Alterslimit zu fordern oder dieses alternativ auf österreichischer Ebene umzusetzen.

Österreichs Landtagspräsidentinnen und Präsidenten in Geinberg bei der Konferenz (v. l.): Reinhart Rohr (Kärnten), Brigitta Pallauf (Salzburg), Astrid Eisenkopf (Burgenland), Peter Samt (Bundesratspräsident) Karl Wilfing (Niederösterreich), Max Hiegelsberger (Oberösterreich), Harald Sonderegger (Vorarlberg), Heike Sylvia Winzent (Saarland), Arnold Schuler (Südtirol), Sonja Ledl-Rossmann (Tirol), Gerald Deutschmann (Steiermark).  | Foto: Werner Kerschbaummayr
Landtagspräsidentin von Salzburg Brigitta Pallauf, Landtagspräsident von Oberösterreich Max Hiegelsberger und Landtagspräsident von Vorarlberg, Harald Sonderegger präsentieren die Ergebnisse der Konferenz der Landtagspräsidentinnen und -präsidenten. | Foto: Werner Kerschbaummayr
Die Sitzung der Landtagspräsidentinnen und Landtagspräsidenten im Konferenzzentrum Geinberg.  | Foto: Werner Kerschbaummayr
Anzeige
Bürokratie ist eine Milliardenbelastung für Österreichs Unternehmen. | Foto: smarterpix/stokkete
1 2

Bürokratie-Kosten
21,1 Milliarden Gründe für Bürokratieabbau

669 Euro pro Sekunde: So viel kostet Bürokratie Österreichs Unternehmen. Vor allem kleine Betriebe stehen massiv unter Druck. Bürokratie verursacht Österreichs Wirtschaft jährlich Kosten in Höhe von 21,1 Milliarden Euro, ergibt eine Berechnung der KMU Forschung Austria. Das entspricht 669 Euro pro Sekunde. Bürokratie kostet also Geld. Viel Geld. Und noch mehr Zeit: Insgesamt müssen heimische Unternehmen 320 Millionen Arbeitsstunden pro Jahr aufwenden. Das sind 200.000 Arbeitskräfte, die sich...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

UP TO DATE BLEIBEN

Aktuelle Nachrichten aus Oberösterreich auf MeinBezirk.at/Oberösterreich

Neuigkeiten aus deinem Bezirk als Push-Nachricht direkt aufs Handy

MeinBezirk Oberösterreich auf Facebook: MeinBezirk Oberösterreich

MeinBezirk Oberösterreich auf Instagram: @meinbezirk.oberoesterreich

Jetzt gleich unseren WhatsApp Kanal MeinBezirk Oberösterreich abonnieren!

ePaper jetzt gleich digital durchblättern

Veranstaltungs-Tipps, die besten Partyfotos und coole Gewinnspiele im wöchentlichen MeinBezirk.at-Newsletter


Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.